Am 3. Februar 2026 veröffentlichte das US-Justizministerium Millionen von Untersuchungsakten zu Jeffrey Epstein. Diese Akten werfen ein neues Licht auf die enge Beziehung zwischen dem Linguisten und politischen Aktivisten Noam Chomsky und dem verurteilten Sexualstraftäter Epstein.
Die Dokumente zeigen eine tiefe Freundschaft, die über finanzielle Angelegenheiten hinausging und bis in das Jahr 2019 andauerte. Chomsky, der als Ikone der Linken gilt, wird nun mit Vorwürfen konfrontiert, die seine moralische Integrität in Frage stellen [siehe Bericht "The Guardian"].
Die enge Freundschaft: Soziale und finanzielle Verbindungen
Die Akten enthüllen, dass Chomsky und Epstein regelmäßigen Kontakt pflegten. Chomsky beschrieb die Beziehung als "sehr wertvolle Erfahrung". Es gab Pläne für Treffen in New York oder auf Epsteins karibischer Insel, die Chomsky als "Fantasie" bezeichnete. E-Mails aus dem Jahr 2016 zeigen, wie Chomsky Epstein um Rat in finanziellen Streitigkeiten mit seinen Kindern aus erster Ehe fragte, darunter eine Zahlung von 187.000 US-Dollar. Epsteins ehemalige Freundin Karyna Shuliak schickte Chomsky und seiner Frau genetische Testkits auf Epsteins Anweisung. Zudem arrangierte Chomskys Frau Valeria eine Schecküberweisung von 20.000 US-Dollar über einen Epstein-Mitarbeiter für linguistische Projekte.
Die Beziehung hielt an, obwohl Epstein 2008 wegen der Anwerbung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt worden war. Solche Details widersprechen Chomskys früheren Behauptungen, die Kontakte seien hauptsächlich finanzieller Natur gewesen.
Chomskys Rat an Epstein: Ignorieren der Medienkritik
Besonders kontrovers ist eine E-Mail aus dem Jahr 2019, in der Chomsky Epstein riet, negative Berichterstattung zu ignorieren. Epstein hatte Chomsky um Rat gefragt, wie er mit "verfaultem" Presseecho umgehen solle. Chomsky antwortete, die Presse sei "schmerzhaft", aber der beste Weg sei, sie zu übergehen, insbesondere angesichts der "Hysterie um Missbrauch von Frauen".
Diese Worte fielen Monate vor Epsteins Tod im Gefängnis und elf Jahre nach seiner Verurteilung. Epstein leitete den Rat weiter an Dritte und unterzeichnete mit "Noam" [siehe Bericht "BBC"].
Kritiker sehen darin eine bagatellisierende Haltung gegenüber Epsteins Verbrechen. Chomsky hat auf Anfragen zu diesen E-Mails nicht reagiert, und es gibt keine Hinweise auf eine Ablehnung ihrer Authentizität.
Reaktionen in der Öffentlichkeit: Viele Linke enttäuscht von Chomsky
Die Enthüllungen haben Schockwellen ausgelöst, besonders unter Chomskys linken Anhängern. Der Autor Vijay Prashad, der mit Chomsky zwei Bücher verfasst hat, äußerte sich "herzkrank" und "ekelhaft" über die Freundschaft. Er kritisierte Chomskys Treffen mit Figuren wie Ehud Barak, einem israelischen Ex-Premier mit Vorwürfen von Korruption und Kriegsverbrechen.
Auf Plattformen wie X (ehemals Twitter) wird Chomsky nun als "problematisch" bezeichnet. Einige Nutzer heben den Widerspruch hervor: Chomsky als Anti-Zionist in den Akten eines angeblichen Mossad-Verbundenen. Andere sehen die Enthüllungen als Beleg für Chomskys moralische Fehleinschätzungen, die seinen Ruf dauerhaft schädigen könnten.
Verschiedene Medien argumentieren, Chomskys Ruf werde nie wiederhergestellt, da er sexuelle Gewalt zu leichtfertig hingenommen habe.
Chomskys frühere Verteidigungen und der breitere Kontext
Chomsky hatte 2023 erklärt, die Beziehung zu Epstein sei "keine Angelegenheit anderer". Er betonte, Epstein habe seine Strafe abgesessen und dürfe in die Gesellschaft zurückkehren. Die neuen Akten widerlegen diese Distanzierung und zeigen eine anhaltende Nähe.
Epstein, der 2019 tot in seiner Zelle aufgefunden worden war, während er auf Anklage wegen Sexhandels wartete, hatte Verbindungen zu vielen Prominenten, darunter Wissenschaftler und Politiker.
Die Freigabe der Akten erfolgte auf Druck des Kongresses nach Trumps Wahlversprechen von 2024. Es gibt keine Beweise für kriminelle Beteiligung Chomskys, doch die moralischen Implikationen seiner Unterstützung für Epstein bleiben schwerwiegend.
Langfristige Konsequenzen für Chomskys Vermächtnis
Die Vorwürfe unterstreichen eine Kluft zwischen Chomskys intellektueller Kritik an Machtstrukturen und seinem privaten Umgang mit mächtigen Figuren. Obwohl keine direkten Missbrauchsvorwürfe gegen ihn bestehen, könnte diese Affäre seine Position als moralische Autorität der Linken nachhaltig untergraben. Experten fordern eine gründliche Auseinandersetzung mit solchen Verbindungen in akademischen und politischen Kreisen.


Kommentare
Mas o menos ?
Auch Noam Chomsky macht bestimmt Fehler.
Nach seiner vorbehaltlosen Befürwortung der
Corona-Maßnahmen und der schrecklichen
Impfungen, ist die Position, in Bezug auf Epstein,
leider ein weiterer Fleck auf der weißen Weste,
des weltweit hochangesehen und vielfach
ausgezeichneten Wissenschaftlers und
Intellektuellen.
Es ist fraglich, ob ihm diese Fehler unterlaufen wären,
wenn er mehr und bessere Informationen gehabt hätte.
Mit seinem jahrzehntelangen, konsistenten Einsatz für die
Aufklärungs- und Friedensbewegung, für Rede- und
Meinungsfreiheit, und gegen Strukturen der Repression,
und der Plutokratie war und ist er ein Vorbild für viele
Mitmenschen, für Aktivisten und Aufklärer. Weltweit.
Das enorme Wirken als Publizist ist definitiv nachhaltig.
Und die von ihm recherchierten Fakten, und seine darauf
basierenden Kritiken, bleiben weiterhin zitierwürdig.
Sie haben an Aktualität nicht das Geringste eingebüßt.
Immer "ein Arschloch im Wandschrank" *
"Epstein hatte Chomsky um Rat gefragt, wie er mit "verfaultem" Presseecho umgehen solle. Chomsky antwortete, die Presse sei "schmerzhaft", aber der beste Weg sei, sie zu übergehen, insbesondere angesichts der "Hysterie um Missbrauch von Frauen". "
Mit "der Hysterie um Missbrauch von Frauen" bzw. Kindern und mit dem Rat, "die Presse" mit ihrer hochentwickelten Technik des "Meinungsmanagements", des "Aufmerksamkeitsmanagements", des "Empörungsmanagements" und der Manipulation der Massen zu "übergehen", damit hat Chomsky in Hinsicht sowieso auf die so genannte "westliche Wertegemeinschaft" natürlich vollkommen Recht, heute mehr denn je, da der "westlichen Wertegemeinschaft" jedes Mittel Recht zu sein scheint, um mit hoher Priorität von 20.000.000 - 30.000.000 im Verlauf der vergangenen achtzig Jahre weltweit ermordeten Zivilistinnen und Zivilisten abzulenken, die auf ihr Konto gehen.
Offenkundig ist diese Hysterie die Auschwitzkeule der Postmodernist*Innen - Feminazis (wenn Sie es sich anhören, dann wählen Sie bitte die Originalsprache statt der vollkommen bescheuerten AI - Übersetzung), die "die männliche" "Gesellschaft" ohne Rücksicht auf Verluste denunzieren mit dem Ziel und zu dem Zweck, sie unter allen Umständen zu "überwinden".
* I.e.A.i.W.
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