Die Polizei sowie militärische und paramilitärische Truppen sorgen für Angst und Schrecken in Nicaragua. Sie umzingeln Kirchen, Universitäten, schlagen Studentenproteste nieder, bekämpfen die Opposition im Lande. Mit grausamer Härte geht Präsident Daniel Ortega gegen seine politischen Gegner vor. In den letzten drei Monaten soll es rund 300 Tote gegeben haben [siehe Berichte »Spiegel-Online«, »Deutsche Welle«]. Nun lässt Ortega eine ganze Stadt militärisch belagern.
Der Auslöser der Proteste soll nach Presse-Berichten eine Sozialreform gewesen sein, die besonders die Renten und Sozialkassen betrifft. Hier waren massive Kürzungen vorgesehen. Obwohl Ortega die Reform nach Protesten wieder zurücknahm, setzten sich die Unruhen fort.
Die USA, die EU und die UN haben zum Stopp der Gewalt aufgerufen. Doch es scheint, dass Daniel Ortega und seine Familie in die Enge gedrängt sind und mit aller Gewalt versuchen, ihre Macht zu retten.


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