Italien will, dass bewaffnete Polizisten auf den NGO-Booten mitfahren

NGOs wollen Verhaltenscodex für Seenotrettung nicht unterschreiben

Einige NGOs, die sich auf dem Mittelmeer als private Seenotretter geben, weigern sich, einen von der italienischen Regierung vorgeschlagenen Verhaltenskodex zu unterzeichnen. Dieser verlangt unter anderem, dass Polizisten mitfahren, um Ermittlungen gegen Schlepper zu führen.

Freie Welt

Wie unter anderen Focus-Online und die österreichische Kronenzeitung berichteten, haben verschiedene NGOs, die sich auf dem Mittelmeer als private Seenotretter geben, geweigert, einen von der italienischen Regierung geforderten Verhaltenskodex zu unterzeichnen.

Der Kodex verlangt unter anderem, dass auf den Schiffen bewaffnete Polizisten mitfahren sollen, "um Ermittlungen über Menschenhandel und Schlepper zu führen". Das scheint einigen NGOs wohl nicht zu gefallen.

Sie wehren sich mit der Berufung auf "eigene Prinzipien". Einige NGOs fühlen sich nach eigenen Angaben durch diesen Kodex "kriminalisiert und in ihrer Unabhängigkeit gefährdet".

Bestimmte Gruppen, wie beispielsweise die deutsche "Sea Eye" oder "Sea Watch" seien erst gar nicht zum Treffen erschienen. Dagegen haben andere NGOs, wie zum Beispiel "Save the Children", den Kodex unterschrieben.

 

 

Sven von Storch

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