Vorab: Nein, dass Scholzens Redenschreiber sich geweigert hätten, dem Kanzler die Neujahrsansprache zu schreiben, ist nicht wahr. Es war eine Satire, eine Glosse des Spiegel, die viral ging.
Was aber stimmt, ist, dass die Rede des Kanzlers von vielen Bürgern als Quasi-Satire voller Hohn und Spott für die Sorgen der Bürger wahrgenommen wurde. Das beweisen die Abertausenden Reaktionen der Bürger auf die Rede im Internet. Sie wurde im ZDF ausgestrahlt und im Internet von vielen Bürgern ausführlich analysiert und kritisiert.
Scholz bereitet zuerst den Boden, der der Rechtfertigung der Lage im Lande dient: Nachwirkungen der Corona-Zeit, Russlands Angriff auf die Ukraine, Krieg zwischen Israel und der palästinensischen Hamas. Und der Böse Putin habe Deutschland das Erdgas abgedreht. Und das Bundesverfassungsgericht habe die Investitionspläne der Regierung schwieriger gemacht.
Aber das ist natürlich Ablenkung, wie jeder normaldenkende Menschen sofort merkt. Ein rhetorischer Trick, den selbst Kinder durchschauen: Andere sind schuld, dass es uns allen in Deutschland immer schlechter geht.
Die Welt sei unruhiger und rauer geworden, verändere sich immer schneller. Daher verlangt er: »Auch wir müssen uns deshalb verändern!«.
Scholz erklärt, dass er sich die Sorgen und die Unzufriedenheit der Bürger zu Herzen nehme.
Seiner Meinung nach sei Deutschland gut durch die Krisen gekommen: »Wir kommen auch mit Gegenwind zurecht«. Man müsse nun verstärkt investieren. Damit meint er natürlich Schulden, sagt es aber nicht so.
Scholz redet von den steuerlichen Entlastungen. Von den beschlossene neuen Belastungen redet er nicht.
Am Ende der Rede bleibt ein bitterer Beigeschmack.


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