Dem Druck durch verschiedene Demokraten und durch die Black-Lives-Matter-Bewegung können anscheinend auch verschiedene Republikaner nicht standhalten. So stimmen jetzt die beiden republikanischen Senatoren Ron Johnson und James Lankford dem Vorschlag zu, den Kolumbus-Tag als amerikanischen Feier- und Gedenktag abzuschaffen. Obwohl die Entdeckung Amerikas die Grundlage für Alles ist, was später kam, soll sein Andenken nun auch aus dem Kalender gestrichen werden [siehe Bericht »FOX News«].
Stattdessen, so schallt es jetzt durch alle US-Medien, soll der »Juneteenth« als nationaler Feiertag eingeführt werden. New York ist schon vorangegangen, dort soll der 19. Juni ab 2021 Feiertag werden.
»Juneteenth« war 1980 erstmals 1980 in Texas zum Staatsfeiertag erklärt worden. Der Tag erinnert an den 19. Juni 1865, als die Nachricht erstmals die Afroamerikaner in Texas erreichte, dass Präsident Abraham Lincoln zwei Jahre zuvor die Emanzipationserklärung zur Befreiung von in konföderierten Staaten lebenden Sklaven herausgegeben hatte. Als Unionssoldaten in Galveston ankamen, um die Nachricht zu überbringen, dass die Sklaverei abgeschafft worden war, feierten die ehemalige Sklaven.
Das ist sicherlich ein Grund zum Feiern. Aber dafür die offizielle Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus abzuschaffen, ist ein Schritt zu viel. Es wäre nicht nur ein Schlag ins Gesicht aller Italo-Amerikaner und spanischstämmigen Amerikaner (Kolumbus war Italiener, der in spanischen Diensten segelte), sondern auch die Leugnung der Geschichte, die die USA überhaupt erst möglich gemacht hat.


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