Nach dem gescheiterten Putsch gegen Erdogan und zahlreichen Anschlägen sieht sich der türkische Präsident berechtigt, mit harter Hand im Lande durchzugreifen. Dass er dabei mehrfach Grenzen der Rechtstaatlichkeit überschreitet, ist international kritisiert worden.
Die Folge: Immer mehr oppositionelle Türken und vor allem Kurden wollen die Türkei verlassen. Wie Welt/N24 berichtete, ist im Verlauf des Jahres 2016 die Zahl der Asylbewerber aus der Türkei deutlich angestiegen. Es sollen über 5000 gewesen sein. Normalerweise gilt die Türkei nicht als gefährdetes Land oder als Kriegsgebiet. Daher ist die Zahl der anerkannten Asylanträge gering. Doch die Politik von Recep Tayyib Erdogan kann das Leben für viele Türken im Lande dort unerträglich machen. Anders sähe es natürlich aus, wenn tatsächlich die Visa-Pflicht für Türken entfiele, die in die EU wollen. Dann könnte Erdogans radikale Politik tatsächlich eine große neue Ausreisewelle aus der Türkei in die EU und besonders nach Deutschland auslösen.


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