Macron droht bereits mit schweren Konsequenzen

Nach Militär-Putsch_ Niger will kein Gold und Uran mehr an Frankreich liefern

Wird Frankreich bald militärisch eingreifen? Der Niger ist Frankreichs wichtigster Lieferant für Uran, das die Franzosen für ihre Atomkraftwerke brauchen. Auch Deutschland wäre davon betroffen, weil wir französischen Atomstrom brauchen.

Nach dem Militär-Putsch im Niger gab es zahlreiche anti-französische Demonstrationen im Land sowie Drohungen und Beschimpfungen gegen Paris. Es gab auch Proteste vor der französischen Botschaft: Demonstranten schrien »Nieder mit Frankreich!«.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat bereits gedroht, dass man notfalls eingreifen werde. Man werde »keinen Angriff gegen Frankreich und seine Interessen dulden«, hieß es aus dem Elysée-Palast [siehe Bericht »n-tv«].

Frankreich hat die Entwicklungshilfe ausgesetzt und droht mit einem sofortigem Eingreifen, sollten französische Staatsbürger im Land bedroht werden.

Der Grund für Frankreichs Härte dürfte spätestens dann klar geworden sein, als die neue Regierung Nigers ankündigte, dass das westafrikanische Wüstenland kein Uran und kein Gold mehr an Frankreich liefern werde [siehe Bericht »almayadeen.net«]. Der Putschistenführer in Niger, General Abdourahamane Tchiani, stoppt den Uran- und Goldexport nach Frankreich, obwohl er der größte Uran-Lieferant der EU ist.

Niger ist nach Angaben der »World Nuclear Association« (WNA) der siebtgrößte Uranproduzent der Welt. Die WNA bestätigt, dass Niger im Jahr 2022 unrd 2020 Tonnen förderte, was etwas mehr als 4 Prozent der weltweiten Uranproduktion ausmachen würde.

Derzeit erfolgt die Uranproduktion in Niger hauptsächlich durch ein französisches Mehrheitsunternehmen namens Orano, das 63,4 Prozent der »Société des Mines de l’Aïr« (SOMAÏR) besitzt. Die restlichen 36,66 Prozent davon gehören der nigerianischen »Société du Patrimoine des Mines du Niger«, bekannt als Sopamin.

Im Jahr 2021 kauften die Energieversorger der Europäischen Union 2905 Tonnen in Niger produziertes Uran, was Niger zum führenden Uranlieferanten gegenüber der EU macht.

Ohne das Uran aus dem Niger könnte Frankreich Probleme mit seinen Kernkaftwerken bekommen. Und Deutschland hängt auch am Tropf des französischen Atomstroms.

Was wird also weiter passieren?

Die Putschisten-Regierung befürchtet, dass die Nachbarländer zusammen mit Frankreich im Niger intervenieren werden, um die alte Regierung wieder an die Macht zu verhelfen.

Die Putschisten sollen Gerüchten zufolge Wagner-Söldner angeheuert haben.

Es ist tatsächlich durchaus wahrscheinlich, dass Frankreich zusammen mit Verbündeten im Niger stärker militärisch eingreifen wird. Vielleicht sogar im Verbund mit den USA und den Nachbarstaaten des Niger.

Dann wäre es durchaus möglich, dass die Fremdenlegion dort wieder verstärkt zum Einsatz kommt.

Und Europa droht die neue Flüchtlingswelle aus Afrika.

Sven von Storch

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