In London regiert bereits ein muslimischer Oberbürgermeister: Sadiq Khan. Die Londoner Migrations-Gesellschaft scheint damit zufrieden zu sein, die englischen Londoner sind es weniger. Denn Sadiq Khan hat durchaus die Partikularinteressen der Muslime in London nicht aus den Augen verloren und kämpft vehement für einen Ausbau der Migrationsgesellschaft. Die Stadt ist für viele Engländer kaum noch wiederzuerkennen.
Wird auch bald eine deutsche Großstadt von einem Muslim oder einer Muslima regiert werden? Nach Vorstellungen der Hamburger CDU wird dies bald möglich sein. Sie wollen die türkischstämmige Aygül Özkan als Spitzenkandidatin für die Hamburger Oberbürgermeister-Wahl im Jahr 2020 ins Rennen schicken.
Der Hamburger Altbürgermeister Ole von Beust (CDU) sieht das positiv [siehe Bericht »Welt«]. Er meint, Hamburg sei bereit für eine muslimische Bürgermeisterin. Er sieht das als Fortschritt und Weltoffenheit, so wie die Tatsache, dass die Stadt ihn damals zum Oberbürgermeister gewählt habe, obwohl er öffentlich bekannte, dass er schwul sei.
Die 1971 in Hamburg geborene Aygül Özkan war bereits von 2010 bis 2013 Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration in Niedersachsen. Dort war sie aufgefallen, weil sie sich gegen christliche Symbole, wie Kreuze oder Kruzifixe, in deutschen Schulen aussprach und auf »kultursensible Sprache« Wert legte.


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