Die Medien wollen Emotionen ansprechen. Und sie wollen darin ihre politische Botschaft verpacken. Die Botschaft dieser Tage heißt: arme, arme, arme Clinton! Was für ein schreckliches Schicksal, gegen Donald Traump die Wahl verloren zu haben - viel schlimmer als die Armut und Not von Millionen Amerikanern, die aus Frust und Protest gegen das Establishment Trump gewählt. Die Mainstream-Medien-Welt weint mit Clinton.
"Ich wollte mich verkriechen", gab der Spiegel ihre Aussage als Titel wider. Aber es sei wert, nicht aufzugeben und weiterzumachen. Amerika brauche dies. So lautete Clintons Tenor. Und wie die Süddeutsche Hillary zitierte: "Ich bin so enttäuscht, ich kann es nicht in Worte fassen." Die Verlierein wollte "nie wieder das Haus verlassen", hob die HAZ hervor. Ja, ja, "diese Niederlage schmerzt", zitierte der Merkur in seinem Titel.
Aber man lässt sich nicht unterkriegen: "We’re going to say that she is the people’s president."
Es ist aber auch schlimm, die Wahl verloren zu haben. Die Medien schaffen es, gefühlvoll mitzuweinen, weil sie selbst auch verloren haben. All die Milliarden US-Dollar und Euro waren umsonst verpulvert. All die Überstunden in den Redaktionen für die Katz! Da hilft nur mediales Katzengejammer.


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