Trump will Großbritannien den Vorzug geben

Nach Brexit und Trump-Wahl_ Neue Annäherung zwischen London und Washington

So schnell kann es gehen: Kürzlich hatte Obama die Briten noch gewarnt, sie würden durch den Brexit in die zweite Reihe rutschen, da man dem Handel mit der EU den Vorzug geben würde. Nun kommt alles anders. Trump dreht das Ruder herum.

Freie Welt

Brexit und Trump-Wahl waren beides Ereignisse, die der EU schaden. So sieht man es in Brüssel. Und sie haben recht: Denn Donald Trump mach keinen Hehl daraus, dass er Großbritannien eine Vorzugsbehandlung geben will (siehe Bericht: Tagesschau).

Damit sind Politiker wie Angela Merkel, Barack Obama, Martin Schulz oder Jean-Claude Juncker wie vor den Kopf gestoßen: Denn sie hatten sich auf eine Annäherung zwischen EU und USA via TTIP eingestellt. Jetzt kommt alles anders.

In Großbritannien laufen derweil die Vorbereitungen auf Hochtouren, sich von der EU und dem europäischen Binnenmarkt unabhängiger zu machen. Es wird verstärkt auf den Handel mit den Commonwealth-Staaten, mit den USA und mit Ost-Asien gesetzt.

Eine wichtige Achse zwischen London und Washington wird künftig die politische Nähe der Partei UKIP und dessen Vertreter Nigel Farage und Donald Trump spielen. Sie wollen sich auf alte angelsächsische Werte und Traditionen berufen. Die USA und Großbritannien hatten schon immer Beziehungen der besonderen Art.

 

 

 

 

 

Sven von Storch

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