Frischer Wind aus Rom: Der neue designierte Ministerpräsident Guiseppe Conte hat den Wechsel in der Migrationspolitik bestätigt: »Wir werden dem Geschäft der Einwanderung ein Ende setzen, das unter dem Deckmantel einer vorgetäuschten Solidarität über das Maß angewachsen ist«, sagte er nach einem Bericht der »Welt« am Dienstag in Rom bei der Vorstellung seines Regierungsprogramms. Vorwürfe des Rassismus wies er zurück. Es gehe lediglich darum, die illegale Zuwanderung zu begrenzen.
Damit bestätigte Conte die Äußerungen seines neuen Innenministers, Mattea Salvini von der Lega, der bereits angekündigt hatte, dass Italien von nun an die sogenannten Rettungsschiffe vom Mittelmeer abweisen werde. Die Route über das Mittelmeer von Libyen nach Italien solle den Menschenschmugglern keine Einnahmequelle mehr sein.
Im letzten Sommer kamen tausende Migranten über das Mittelmeer, indem sie mit Schlauchbooten aufs offene Meer hinausfuhren, um sich dann an verabredeten Stellen von Schlepperschiffen »retten« zu lassen. Diese Art der Schlepperei ist besonders gefährlich, weil sie die Menschen auf offener See einem hohen Risiko aussetzt.


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