Minijob-Abschaffung: Grottenschlechte Idee der Rentenkommission

Minijobs vor dem Aus: Schwere Belastung für die deutsche Landwirtschaft

Zu den betroffenen Branchen gehört auch die Landwirtschaft. Denn gerade dort wird saisonal gearbeitet. Erntehelfer kann man nicht über den Winter beschäftigen.

Landwirtschaft


Die geplante Reform der geringfügigen Beschäftigung auf Minijob-Basis könnte die Landwirtschaft hart treffen. 

Viele Betriebe stützen sich auf flexible Minijobber, vor allem während der Ernte-Saison. Denn Landwirtschaftsbetriebe haben Phasen erhöhter Mehrarbeit.  

Bei einer Abschaffung der Minijob-Regelung drohen höhere Kosten und Personalmangel. Denn im Winter werden die Erntehelfer nicht benötigt. 

Hintergrund: Weltfremder Vorschlag der Rentenkommission

Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission hat empfohlen, Minijobs weitgehend abzuschaffen. Der steuer- und sozialversicherungsrechtliche Sonderstatus soll entfallen. Künftig sollen Beschäftigte in geringfügigen Jobs regulär Sozialabgaben zahlen, um die Rentenkasse zu stärken. Ausnahmen sind nur noch für Schüler vorgesehen. 

Bundeskanzler Friedrich Merz hat angekündigt, die Empfehlungen umzusetzen, was in Politik und Wirtschaft für heftige Debatten sorgt.

Hoher Anteil in der Landwirtschaft

Zu den vielen betroffenen Brachen (Gastronomie, Handwerk, Einzelhandel, usw.), von denen wir bereits berichtet haben, gehört auch die Landwirtschaft. 

Schätzungen zufolge arbeiten dort rund 40 Prozent der Mitarbeiter als Minijobber. Viele sind saisonal in der Ernte, bei der Tierpflege oder in der Garten und Landschaftspflege tätig. 

Diese flexiblen Kräfte ermöglichen es Betrieben, auf schwankende Arbeitsspitzen zu reagieren, ohne dauerhaft Vollzeitstellen zu schaffen. Bauernpräsident Joachim Rukwied warnte vor negativen Folgen für die Branche.

Mögliche Konsequenzen für Betriebe und Beschäftigte

Für Arbeitgeber in der Landwirtschaft würde die Reform zu höheren Lohnnebenkosten führen. Die bisher pauschalen Abgaben entfielen und machten Platz für volle Sozialversicherungsbeiträge. Viele Betriebe fürchten Personalmangel, vor allem in der Erntezeit, und warnen vor steigenden Preisen für Lebensmittel. 

Kritiker aus der Branche sprechen von einem Flexibilitätsverlust. In der Landwirtschaft, die stark von Saisonarbeit abhängt, sei der Minijob ein wichtiges Instrument, um Engpässe zu überbrücken. Eine vollständige Abschaffung könnte zu mehr Schwarzarbeit oder Abwanderung von Arbeitskräften führen.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

29.06.2026 | 10:55

... „Zu den betroffenen Branchen gehört auch die Landwirtschaft. Denn gerade dort wird saisonal gearbeitet. Erntehelfer kann man nicht über den Winter beschäftigen.“

Soll die Landwirtschaft deshalb etwa nun nicht nur in Deutschland abgeschafft sondern sogar EU-weit??? 

Ja mei, so bin auch ich mit „Bauer Willi“ vollkommen einer Meinung:

„In den sogenannten „Sozialen Medien“ wird immer wieder darüber diskutiert, ob bzw. dass die deutsche Landwirtschaft gezielt abgeschafft werden soll. Ich bin nicht dieser Meinung. Allerdings bin ich der Meinung, dass seit vielen Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten seitens der Politik alles getan wird, dass die (bäuerliche) Landwirtschaft nach und nach aus Deutschland und der EU verschwindet“!!! ... https://www.bauerwilli.com/soll-die-deutsche-landwirtschaft-abgeschafft-werden/

Wolfgang Lammert

29.06.2026 | 11:14

Dieser Dummbatz und der CSU-Landwirtschaftsminister Alois Rainer wollen die deutsche Landwirtschaft kaputt machen und die Lebensmittelversorgung in Deutschland erschweren. Die CSU ist eben auch nur eine "grüne-sozialistische" Sau.  Die CDUCSU ist eben nur die Abrissbirne Deutschlands.

Die Abschaffung der Minijobs hat entweder die Ursache in größter Blödheit oder größtem Hass auf die eigenen Arbeiter und Unternehmer, ja das ganze Volk. Was die Merkel über Scholz zu Merz begonnen haben, das deutsche Volk durch unkontrollierte Einwanderung verdünnen, endet jetzt in der unkontrollierten Zerstörung von ganz Deutschland.

Blödheit ist es mit Sicherheit nicht! Und natürlich geht es auch nicht nur um die unkontrollierte Einwanderung!

Was die Zerstörung Deutschlands betrifft, ist die mit Sicherheit nicht "unkontrolliert" sondern klug geplant. Dank intensiver Medienarbeit würde diese aber leider immer noch von einer Mehrheit der Wähler gutgeheißen.

Else Schrammen

29.06.2026 | 15:10

Weitermachen, Fritze, so wie es deine Vorgesetzten - der sensible Lars und das kluge Bärbelchen - es befehlen. Aber ich garantiere dir, größter Bundeskanzler aller Zeiten, wenn ihr das durchzieht, wird es einen Aufschrei von beiden Seiten, Arbeitgebern und Arbeitnehmern, geben, einen Sturm, wie ihr ihn noch nie erlebt habt. Dann dürft ihr euch wirklich warm anziehen!

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