Wegen Kritik an Ursula von der Leyen

Militärischer Abschirmdienst ermittelt gegen Bundeswehroffizier

Ein Offizier hat mit drastischen Worten seine oberste Dienstherrin kritisiert. Nun ermittelt der MAD (Militärische Abschirmdienst) gegen ihn. Hat er womöglich ausgesprochen, was viele seiner Kameraden denken? Anlass für den MAD wohl das drastische Wort »putschen«.

Freie Welt

Wie Bild-Online und Spiegel-Online berichteten, ermittelt der Militärische Abschirmdienst (MAD) gegen einen Stabsoffizier der Bundeswehr. Der Mann soll folgendes gesagt haben: »Ich habe es so satt, dass 200.000 Soldaten unter Generalverdacht gestellt werden, wegen zwei Verrückten. Die Ministerin ist bei mir unten durch, das muss man ansprechen oder putschen.« Besonders das letzte Wort »putschen« schien der Anlass für die Maßnahme gewesen sein, auch wenn es sich höchstwahrscheinlich um einen nicht ernst gemeinten Wutausdruck oder Scherz handelt.

Doch der MAD findet diesen Ausspruch weder lustig noch harmlos. Die vorliegenden Anhaltspunkte für »Bestrebungen gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung« würden die operative Bearbeitung rechtfertigen, hieß es in einem Schreiben des Geheimdienstes, wie Bild und Spiegel-Online berichteten.


Jetzt kann man natürlich folgende Fragen stellen: Ist der Einsatz gerechtfertigt? Und wie viele Soldaten der Bundeswehr sehen ihre oberste Dienstherrin Ursula von der Leyen ebenso kritisch? Gibt es ein Kommunikationsproblem zwischen Verteidigungsministerium und Truppe? Treffen unterschiedliche Einschätzungen aufeinander, was den Zustand der Bundeswehr angeht?

 

 

Sven von Storch

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