In einem Gespräch mit der »Welt« erklärte die türkischstämmige Migrationsforscherin Necla Kelek, der Familiennachzug für subsidiär Schutzbedürftige sei der falsche Weg. Dies fördere Parallelgesellschaften und erschwere Integration, stellte sie klar. Außerdem sende der Familiennachzu das falsche Signal an die Menschen in ihren Heimatländern. Das Bestehen der linken Parteien auf den Familiennachzug sei kontraproduktiv, wenn es um die Integration geht.
Gegenüber der »Welt« erklärte sie wörtlich: »Mit dem Familiennachzug importieren wir ein islamisches Familiensystem, das erst zu Parallelgesellschaften und Integrationsproblemen führt. Niemand braucht sich mehr anzupassen, man kann unter sich bleiben und Traditionen wie die Kinderehe, Frauenunterdrückung oder Gebärzwang weiterleben.«
Außerdem warnte sie davor, dass manche Familien minderjährige Asylbewerber als »Türöffner« nach Deutschland schicken, um anschließend die ganze Familie nachholen zu können. Mit der Familie werde schließlich auch das Wertesystem importiert: »Familie heißt in orientalisch-muslimischen Gesellschaften die Großfamilie, die Sippe, die patriarchalisch organisiert ist.«


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