Die Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) will die Bedingungen für die Einbürgerung noch weiter herabsetzen. Kritiker selbst aus der Union sprechen von einem »Verramschen« deutscher Pässe [siehe Berichte »BILD«, »n-tv«]. Die einzelnen Bundesländer seien bereits über diesen Vorstoß informiert, heißt es.
Zu den vereinfachten Regeln gehört unter anderem, dass Ausländer nicht mehr acht Jahre in Deutschland gelebt haben müssen, bis sie eingebürgert werden dürfen. Künftig sollen demnach fünf Jahre reichen. In Ausnahmefällen sollen auch drei Jahre reichen. Zusätzliche Erleichterungen gibt es für Senioren und Kinder.
Außerdem wird die Pflicht zur Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit gestrichen. Damit würde der Doppelpass bzw. die doppelte Staatsangehörigkeit in vielen Fällen Normalität.
Nach Einschätzung von Experten könnten rund zwei Millionen Ausländer demnächst von der schnellen Einbürgerung profitieren, heißt es.


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