»Systemveränderungsarbeit weniger geschäftsrelevant«

Microsoft entlässt seine Diversity-Abteilung

Microsoft hat seine Abteilung für »Diversity, Equality, Inclusion« aufgelöst. Google hat seine zumindest verkleinert. Es deutet sich eine Trendwende an.

Gibt es einen Gesinnungswandel in der US-amerikanischen Tech-Welt? Zumindest bei Microsoft gab es eine Überraschung. Wie die »WELTWOCHE« berichtete, hat der Microsoft-Konzern seine Vielfaltsabteilung DEI (Diversity, Equality, Inclusion) entlassen.

Warum? Gergründet war die Abteilung 2020. Kurz zuvor gab es in den USA die Black-Lives-Matter-Proteste. Viele Konzerne fühlten sich unter Druck gesetzt, Zeichen setzen zu müssen. Sie sahen ihr Image gefährdet und versprachen, mehr für Vieltfalt zu tun, d.h. (insbesondere in den USA) mehr »Persons of Color« und Personen mit LGBTQ-Hintergrund einzustellen und zu fördern.

Doch nun scheint der Druck weg zu sein. Microsoft begründet jedenfalls seinen Entschluss, das gesamte DEI-Team aufzulösen, mit »veränderten Geschäftsbedingungen«. Eine Microsoft-Führungskraft schrieb an tausende Mitarbeiter der DEI-Teams: »Echte Systemveränderungsarbeit, die mit DEI-Programmen überall verbunden ist, ist nicht mehr so geschäftsrelevant oder schlau wie im Jahr 2020« [siehe Bericht »Business Insider«].

Ist das ein Trend? Nach Bloomberg-Berichten hat auch auch ZOOM sein DEI-Team aufgelöst. Und der META-Konzern von Marc Zuckerberg (Google, YouTube etc.) hat lauf Bericht von CNBC ebenfalls die DEI-Teams zumindest verkleinert.

 

 

Sven von Storch

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