EU-Indien-Freihandelsabkommen: Bald noch mehr Billigwaren als Konkurrenz?

Merz in Indien: "Außenkanzler" warnt vor der "unseligen Renaissance des Protektionismus"

Während Donald Trump die Interessen der amerikanischen Wirtschaft und Arbeiter in den Fokus rückt, handelt der Außenkanzler Merz als Globalist und fordert noch mehr Freihandelsabkommen. Was ist mit den Interessen deutscher Arbeitnehmer und Betriebe, Herr Merz?

Merz bei Modi in Indien


Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei seinem Antrittsbesuch in Indien gemeinsam mit Premierminister Narendra Modi eine klare Botschaft gesendet: Beide Politiker warnen doch tatsächlich vor der angeblich "unseligen Renaissance des Protektionismus" [siehe Bericht "Handelsblatt"].

Sie sehen in einer vertieften Partnerschaft inklusive eines baldigen EU-Indien-Freihandelsabkommens den Weg in die Zukunft. Merz betonte, Indien sei ein "Wunschpartner", um in einer sich neu ordnenden Welt regelbasierten Handel zu stärken. Doch inmitten der schwersten Insolvenzkrise seit Jahrzehnten in Deutschland stellt sich die Frage: Setzt Merz zu sehr auf globale Freihandelsideale, während der heimische Mittelstand zusammenbricht?

Merz’ Offensive: 27 Punkte und Freihandels-Hoffnung

Während der Gespräche in Ahmedabad wurden 27 Absichtserklärungen unterzeichnet – von Wasserstoff-Kooperation über seltene Erden bis hin zu Rüstungsdeals (u. a. U-Boote für Thyssenkrupp). Merz zeigte sich zuversichtlich, dass das EU-Indien-Freihandelsabkommen bereits Ende Januar 2026 unterzeichnet werden könnte, wenn EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Ratspräsident Costa nach Neu-Delhi reisen. Der Kanzler sieht darin eine Diversifizierung weg von riskanten Abhängigkeiten und neue Chancen für deutsche Exporte.

Die harte Realität in Deutschland

Genau in dieser Woche kämpft Deutschland mit Rekord-Firmenpleiten: Über 23.000 Insolvenzen 2025, dramatische Zuwächse im Dezember (+15,2 Prozent), besonders im Bau-, Gast- und Verkehrsgewerbe. Hohe Energiekosten, Bürokratie und schwache Konjunktur treiben den Mittelstand in die Knie. Ein Freihandelsabkommen mit Indien könnte in lohnintensiven Bereichen (IT-Dienste, Maschinenbau-Zulieferer, Automobilteile) zusätzlichen massiven Wettbewerbsdruck erzeugen – ausgerechnet dann, wenn viele deutsche Firmen bereits ums Überleben ringen.

Ideologischer Freihandel oder Krisenmanagement?

Merz’ kompromisslose Ablehnung jeglichen Protektionismus wirkt in der aktuellen Lage zunehmend einseitig. Während er weltweit "ein größeres Netz an Partnerschaften" knüpfen will, fehlen zu Hause spürbare Entlastungen für den Mittelstand. Die Frage drängt sich auf: Ist der Freihandel für den Kanzler ein fast schon dogmatisches Ziel – wichtiger als der akute Schutz und die Stabilisierung der deutschen Wirtschaft? In Zeiten strukturellen Niedergangs bräuchte es eine nüchterne Prioritätensetzung statt reiner Globalisierungs-Rhetorik.

Merz’ Indien-Reise ist geopolitisch und wirtschaftlich ambitioniert, doch sie riskiert, die akuten Nöte im eigenen Land auszublenden. Ohne parallele massive Stützungsmaßnahmen für den Mittelstand könnte der bedingungslose Freihandelskurs eher zum Beschleuniger des Abstiegs werden statt zur Rettung. 

Sven von Storch

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Comments

"...die akuten Nöte im eigenen Land auszublenden."

Die interessieren Pino doch überhaupt nicht, der sich für den welt-gewandten Riesenstaatsmann hält - er rafft einfach nicht, daß er im Ausland nur als Zahlesel akzeptiert wird!!!

Sein Verhalten bei der Strom-Katastrophe in Berlin spricht Bände - PFUI!!!

Merz in Indien: "Außenkanzler" warnt vor der "unseligen Renaissance des Protektionismus"

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Na, für Inder ist doch - völlig ohne jeden Zweifel - Jürgen Rüttgers (CDU) der ultimative & visionäre "Zukunftsexperte" in Reihen SEINER CDU; Kanzler Merz sollte m.E. unbedingt auf die Rüttger'schen Erfahrungen mit Indern zurückgreifen, so denke ich ... und auch die KI weiß um diese unbestechliche Expertise des "Ex-Zukunftsministers" in Reihen derCDU :

https://www.google.com/search?q=Wer+pr%C3%A4gte+den+Auspruch+Inder+statt+Kinder%3F&sca_esv=4e0afa210c5a2f47&udm=50&fbs=ADc_l-YGrpJMQtvjQ6h14rj-dfIrbPkd_Upq68wJVnEIgo2Pwxu679PACFfTKv4n_1_FsyXys4KaQdMTexM2jUr2SY6Qo7-pMeZ6e6xOdmHMs4aG6m6zSow7Mbbq-3682l9ojUhLDNkKSk8kmR7uDkKljUiMXEK0FEFTPc3TrEyBoJ_H0INefv3ZnOEJTeJLGHz-nKGxOOWI&aep=1&ntc=1&sa=X&ved=2ahUKEwiolpL7h4iSAxVJ_7sIHXUILAcQ2J8OegQIERAE&biw=1846&bih=923&dpr=1&aic=0&mstk=AUtExfCbMgWN5qxFVdKpxA5KQeMczGs2c0yKRIVJ1UWe819b1RqAqHMQrbq73dBlVT_tbQSY_G0oTWNIwnnxA-O1wJMV2GtCrSvS4jY4S8YBkAG0G7mKgw6ldWragI3PO1gBx7ToAgDtCrOL7lm4GsWWV1QNG0g_wmcwpy-quH6-zW59dUUvIP-CSufgVIGtmKyNmGDLPFsP0wbcFZ23Jusq8uQnW-OksMSl9REx8h08QUOQirhcTYK3DrRdGQ&csuir=1

Kinder statt Inder - Die Parolen eines gescheiterten Zukunftsministers :
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama/archiv/2000/Kinder-statt-Inder-Die-Parolen-eines-gescheiterten-Zukunftsministers,erste7444.html

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/kinder-statt-inder-ruettgers-verteidigt-verbalen-ausrutscher-a-68369.html :

Zitat : (...) "Statt Inder an die Computer müssen unsere Kinder an die Computer." In der Sprache des deutschen Stammtisches empörte er sich: "Statt sich um die Integration der hier lebenden Ausländer zu kümmern, sollen jetzt noch Hindus hinzukommen". (...) Zitat-Ende.

https://aktuelle-sozialpolitik.de/2024/02/28/kinder-statt-inder-ist-lange-her/ :

Kinder statt Inder ? -  Wie geht es den Indern... ?

Die Antwort :lautet :  ...na, offenbar deutlich besser, als unseren Kindern (...vom CDU-Stammtisch), so denke ich....

MP

Wolfgang Lammert

13.01.2026 | 09:35

MERZ ist auf der Flucht ins Ausland. Während die Wirtschaftssituation Deutschlands völlig in den Keller geht, befindet sich MERZ meist im Ausland und lässt sich feiern. Dies hilft wenig, wenn wir Ende des Jahres 4-5 Millionen Arbeitslose haben. Zudem wird die Arbeitslosenstatistik massiv "manipuliert". Es ist längst schlimmer, als der normale Deutsche denkt. MERZ, KLINGBEIL und SÖDER REDEN DIE KATASTROPHE SCHÖN, damit der Deutsche im Winterschlaf bleibt.

Friedrich Merz glänzt in Indien: „Ich sehe da ganz klar eine Flucht ins Ausland“ | NIUS.de

 

Ekkehardt Fritz Beyer

13.01.2026 | 10:29

... „Merz’ Indien-Reise ist geopolitisch und wirtschaftlich ambitioniert, doch sie riskiert, die akuten Nöte im eigenen Land auszublenden. Ohne parallele massive Stützungsmaßnahmen für den Mittelstand könnte der bedingungslose Freihandelskurs eher zum Beschleuniger des Abstiegs werden statt zur Rettung.“

Verfolgt das https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich nicht aber genau dieses Interesse???

Ja mei: Kommen die Inder https://www.welt.de/politik/ausland/article124661961/Zuwanderung-Gauck-lockt-Inder-Wir-haben-Platz-in-Deutschland.html scheinbar sehr bewusst und aus offensichtlich gutem Grund nicht nach Deutschland, gesellt sich dieses Fritze eben zu ihnen!!!

Damit Indiens Staatschef Modi diesem Fritze zeigt, wie er am günstigsten wieder an russisches Öl kommt???   

Merz flog im falschen Monat ! April wäre besser gewesen ,da hätte man über seine Scherzbesuche lachen können .Der Blackman-canceler des ElitenRocks  spielt im eigenen Land keine Geige mehr ,sein Volk ,von dem er allerdings nichts weiß ,pfeift es ihm von den Dächern .Schon Columbus wollte zu den Indern ,landete aber bei den Indianern .Über den Umweg ,an Amerika vorbei -   -Merze hat es endlich geschafft .

Jahrhunderte später :Wir schaffen das ! ....Wechseln nun die letzten deutschen Firmen nach Indien ? 

Der Kanzler der Ruinen wirbt um Fachkräfte ,die Deutschland wieder aufbauen sollen ? 

2x4 macht neune ...https://youtu.be/lPOdvUUw6dc?si=FvZbDG6UIlRTbGAW

Else Schrammen

13.01.2026 | 15:03

Das hat noch nichts mit Schutz der deutschen Wirtschaft vor konkurrierenden ausländischen Einfuhren zu tun (Germany last). Der Fritze denkt nur an SEIN Volk. So vieles macht unser Leben mittlerweile irrsinnig teuer: Energie, Steuern, Sozialabgaben, Lebensmittelpreise, Mieten, der Unterhalt der "Neubürger" und NGOs. Da sorgt der Fritze dafür, dass wenigstens irgendwas (was eigentlich genau?) für uns billiger wird!

Merz sieht Chancen für neue Exporte?? Hat dieser Alleszerstörer-Kanzler noch nicht mitbekommen, dass die deutsche Wirtschaft einbricht wie ein Kartenhaus, obwohl er dafür - wie auch sein Vorgänger und seine Vorgängerin - selbst und mit jedem neuen Tag dafür sorgen und verantwortlich sind? Diesen Unsinn von Chancen glaubt der doch selbst nicht und weil das auch nur ein dummer, offensichtlicher Vorwand für seine Aufwartung in Indien ist. Vielleicht ist es ein ebenso dummer wie überflüssiger Versuch, Indien noch von der Seite Russlands und Chinas bzw. der BRICS-Staaten loseisen zu können, womit er aber sicher auf dem Holzweg ist. Modi bzw. Indien wird das (mit)machen, was ihnen nützt. Nicht mehr und nicht weniger. Und wenn von Deutschland bzw. der EU gar nichts mehr zu bekommen und zu holen ist, dann war's das. Indien strebt aufwärts. Also wird es sich nicht vom abwärtsgehenden Deutschland und den EU-Diktatoren einfangen und abhängig machen lassen. Die Inder loten aus, ob sie von Europa noch irgendwie profitieren können. Nicht umgekehrt. Merz ist im Ausland doch nur noch ein Bittsteller und Geldkoffererbringer so wie alle deutschen Regierenden. Und das gewährt man den Deutschen noch - mehr nicht!

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