Der 54-jährige Juraprofessor Giuseppe Conte soll neuer italienischer Ministerpräsident werden. Er soll eine Regierung führen, die von einer Koalition aus Fünf-Sterne-Bewegung und Lega gebildet wird. Die Chefs beider Parteien, Luigi Di Maio und Matteo Salvini, haben ihren Regierungschef-Kandidaten bereits dem Staatspräsidenten Sergio Mattarella vorgeschlagen.
In Brüssel reagierte man besorgt. Denn beide Regierungsparteien sind wegen ihrer kritischen Haltung zur EU bekannt. Auch bei der EZB ist man in Sorge, weil die neuen italieinischen Politiker die bisherige Finanzpolitik der Euro-Zone kritisieren. Tatsächlich wird die neue Regierung für frischen Wind in Europa sorgen und sicherlich auch der Bundeskanzlerin Angela Merkel die EU-Zentralisierungs-Politik schwer machen.
Die deutschen Mainstream-Medien sind über die Entwicklungen seit dem Wahlergebnis entsetzt und wettern gegen die vom Volk gewählte neue italienische Regierung: Deutsche Welle: »Italien vor der populistischen Wende«, ZDF: »Wird Italien zur Gefahr für Europa?«, Welt-Online: »Regierung der Anti-Parteien: Italiens entscheidender Schritt zur Selbstverzwergung«.


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