Die CDU/CSU dürfe sich nicht von der AfD treiben lassen

Merkel gegen strengere Asyl-Politik

Angela Merkel kommt wieder aus dem Schatten hervor und wettert gegen ihre eigene Partei, weil diese vorgeblich versucht, die Asylgesetze zu verschärfen.

Weil Alexander Dobrindt Asylsuchende an den Grenzen zurückweisen lässt, kritisiert Altkanzlerin Angela Merkel die Merzel-Regierung [siehe Bericht »n-tv«].

Sie betonte bei einem Treffen mit Flüchtlingen, dass Asylsuchende ein Verfahren erhalten müssten, auch direkt an der Grenze, und verwies auf europäisches Recht.

Kanzleramtschef Thorsten Frei verteidigte die Regierungsposition, indem er auf das Grundgesetz und das Asylgesetz verwies, die eine Zurückweisung bei bereits erhaltenem Asyl oder Einreise durch sichere Länder erlauben. 

Merkel warnte davor, sich in der Migrationspolitik von der AfD leiten zu lassen, und plädierte für eine Balance zwischen Reduzierung illegaler Migration und Wahrung von Werten. Das Treffen wurde vom WDR organisiert und im ARD-»Morgenmagazin« gezeigt.

Sven von Storch

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