Da freute sich die deutsche Mainstream-Presse. Barack Obama sagte das, was man von ihm zu hören wünschte. Er ist ein Mann, der liefert, was das Establishment fordert. Nun trauern selbige, dass er bald gehen muss.
In Berlin stellte er sich demonstrativ hinter Merkel und dankte für die Zusammenarbeit. Wäre er Deutscher, so würde er Merkel wählen, verkündete er vollmundig. (Die vollen Reden und Statements der Bundespressekonferenz im Kanzleramt sind hier aufgelistet.) Die EU bezeichnete er als "eine der größten Errungenschaften der Welt."
Auch für TTIP machte er sich wieder stark, Merkel unterstrich dies. Die harte Haltung gegenüber Russland wurde bekräftigt.
Das ganze Szenario erinnerte an 1989, als die Staats- und Parteichefs des Ostblocks sich noch gegenseitig Mut zusprachen. Jedenfalls wird sich die Merkel-Regierung nicht auf die Obama-Worte verlassen können. Denn bald weht ein anderer Wind aus Washington.


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