Sie meint es ernst: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erneut dafür ausgesprochen, dass die Länder des südlichen Westbalkan näher an die EU herangeführt werden sollen. Eine Beitrittsperspektive für Albanien sei auch im Interesse der EU [siehe Bericht »n-tv«].
Diese Aussagen tätigte sie anlässlich des Besuches des albanischen Ministerpräsidenten in Berlin. Als Grund hatte Merkel unter anderem geopolitische Erwägungen angeführt. Unerwähnt ließ sie, dass der EU-Beitritt von Albanien, dem Kosovo, Montenegro und Mazedonien auch mit entsprechender Reise- und Wohnsitzfreiheit innerhalb der EU einhergehen würde.
Sicherlich gäbe es auch andere Alternativen, wie etwa eine strategische Partnerschaft wie mit der Türkei oder Verbindungen wie mit der Ukraine oder Weißrussland. Da Russland nicht als Beitrittspartner vorgesehen ist, entfällt das Argument, dass alle europäischen Staaten führt oder später der EU beitreten müssten. Auch Norwegen und die Schweiz kommen außerhalb der EU gut zurecht. Großbritannien wird es bald auch. Aus ökonomischen Gründen ist es schwer nachvollziehbar, warum Albanien unbedingt Mitglied werden muss.


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