Weg zu Waffenstillstandsverhandlungen wird schwieriger

Massive russische Drohnenangriffe im Ukrainekrieg eskalieren Lage

Donald Trump signalisierte, dass die neusten Drohnenangriffe der letzten Tage die Verhandlungen um einen möglichen Waffenstillstand erheblich erschweren.

In der dritten Nacht in Folge erlebte die Ukraine massive russische Drohnen- und Raketenangriffe, die als beispiellos seit Kriegsbeginn gelten, darunter die bisher größte Angriffswelle mit 355 Drohnen und neun Marschflugkörpern in der Nacht auf Montag [siehe Bericht »Spiegel«]. 

In Kiew hielt der Luftalarm sechs Stunden an, mit Schäden durch Trümmer, aber ohne Verletzte. Schon die Nacht zuvor war ein massiver Angriff mit fast 300 Drohnen und 70 Raketen registriert worden.

Weitere Ziele waren anderen Quellen zufolge ukrainische Produktionsstätten, Lager und Flugplätze, insbesondere in Kiew, Odessa, Pawlograd, Tschernigow, Nischyn und Konotop. Russland setzte Drohnen (Geranien), Marschflugkörper (Kalibr, Kh-101, Kh-69, Kh-31, Kh-22) und Iskander-M-Raketen ein. Die ukrainische Luftabwehr ist in Odessa und Pawlograd schwach, in Kiew, Tschernigow, Nischyn und Konotop jedoch stark, was auf ukrainische Offensivvorbereitungen hindeuten könnte.

US-Präsident Donald Trump verurteilte die Angriffe, ohne jedoch konkrete neue Sanktionen anzukündigen. Die Angriffe erschweren Verhandlungen für einen Waffenstillstand, während die Ukraine mit Drohnenangriffen auf Russland reagiert, von denen laut Russland fast 100 abgefangen wurden, sechs davon nahe Moskau.

Sven von Storch

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