Einzelvorfälle werden in den Vordergrund gerückt, die Not der Bauern in den Hintergrund

Mainstream-Presse und Ampel-Politiker versuchen Bauernproteste zu delegitimieren

Die Ampel-Parteien und die Mainstream-Medien rüsten rhetorisch gegen die Bauern auf. Auf der anderen Seiten werden die Bauernproteste dagegen vor allem von der AfD, den Freien Wählern, von der Wagenknecht-Gruppe, der Werteunion und Teilen der CSU unterstützt.

Die Mainstream-Presse und verschiedene Politiker der Ampel-Parteien versuchen, die Bauernproteste in schlechtes Licht zu rücken und zu delegitimieren. Der Vorfall im schleswig-holsteinischen Ort Schlüttsiel, wo Robert Habeck daran gehindert wurde, eine Fähre zu verlassen, wird aufgebauscht und in den Vordergrund gerückt, obwohl Zeugen berichteten, dass die Aktion größtenteils friedlich verlief und die wenigen Menschen am Anlegekai diesen erst dann drängelnd betraten, als die Fähre von Habeck bereits wieder ablegte.

Dieser Vorfall wird mit dem Zitieren von einigen ausgewählten Bauern-Plakaten verschiedener Traktoren-Konvois als Grund genommen, die Bauernproteste zu diffamieren.

Es beginnt wieder das Spiel der Spaltung:

Genauso wie die Demonstranten der Friedensbewegung als »Putinversteher«, die Anti-TTIP-Demo als Bündnis aus Neurechten und Altlinken, die Demonstranten gegen die Corona-Lockdowns und gegen Impfzwang als »Corona-Leugner«, die Kritiker der Ampel-Energiewende als »Klima-Leugner«, die Proteste gegen die illegale und ungezügelte Masseneinwanderung als »rechtspopulistisch« diffamiert wurden, so wird nun auch die Bauernbewegung mit all diesen Protesten verglichen und mit Schimpfworten belegt. Der Journalist Nikolaus Blome bezeichnete die Bauern am Kai von Schlüttsiel als »Kartoffel-Mob«. Annalena Baerbock sprach vom »Gepöbel« und Cem Özdemir wittert »Fanatiker« und »Radikalinskis«.

Verständnis bekommen die Bauernproteste vor allem von der AfD, den Freien Wählern, von Teilen der CSU und der Werteunion sowie von dem Bündnis von Sahra Wagenknecht.

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) erklärte gegenüber der Frankfurter Allgemeine Zeitung: »Die Schuld für die Bauernwut liegt allein bei der existenzgefährdenden Ampelpolitik« [siehe auch Bericht »n-tv«].

Und er ergänzt: »Viele fürchten um die Zukunft ihrer Höfe, weil die angekündigten Einschnitte Tausende Euro Mehrbelastung im Jahr bringen. Die Bauern merken seit Jahren, dass es ihnen durch immer mehr falsche Vorgaben ideologisch an den Kragen geht.«

Sven von Storch

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