Nachdem bereits vor einigen Tagen Forsa ein wahnsinniges Umfrageergebnis für die Grünen von rund 27 Prozent vermeldete, hat nun auch die Emnid-Umfrage ein ähnliches Umfragergebnis zu Tage gebracht. Diesmal sind es 25 Prozent für die Grünen und 26 Prozent für die Union [siehe Bericht »Welt«]. Die SPD landet auf 14 und die AfD auf 13 Prozent. FDP und Linke kommen auf jeweils acht Prozent.
Auch wenn die Grünen nur kurz und nur bei einer Umfrage die Union zu überholen schienen, so scheint dennoch der Trend bestätigt zu sein, dass in Deutschland die Grünen auf einem Stimmungshoch fliegen. Das ist in anderen europäischen Staaten nicht so. In Großbritannien, Italien, Ungarn und Frankreich dominieren die EU-kritischen konservativen Kräfte.
Die deutschen Mainstream-Medien und Politiker ergehen sich in Spekulationen. Schon wird darüber spekuliert, ob die Grünen in nicht allzu ferner Zeit die Kanzlerin stellen werden [siehe Bericht »Welt«]. Gleichzeitig wird aber auch kritische zur Kenntnis genommen, dass die Grünen besonders die »Veränderungswünsche materiell sicher stehender Bürger« bedienen [ebenda]. Man kann ergänzen: materiell sichergestellte Bürger in der Stadt! Die Realität kennen wir: Nicht jeder kann es sich leisten, Ökoprodukte aus dem Reformhaus zu kaufen. Und nicht jeder kann auf seinen Pkw verzichten, wenn er auf dem Lande wohnt.
Die Grünen werden nicht nur stark von Jugendlichen und Erstwählern, sondern auch überdurchschnittlich von Frauen und vor allem von Besserverdienenden gewählt. Die Sorgen der Landbevölkerung, der Fabrikarbeiter, Landwirte und Handwerker werden eher vernachlässigt.
Vor allem die Autofahrer und die Automobilindustrie werden von vielen grünen Forderungen nicht begeistert sein [siehe Bericht »Auto-BILD«]. Allein, dass die Grünen bis 2030 die nahezu völlige Abschaffung des Verbrennungsmotors fordern, wird noch auf großen Widerstand stoßen. Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie VDA, Bernhard Mattes, erklärte dazu bereits: »Ein vorzeitiges, politisch erzwungenes Ende des Verbrenners würde dieser Schlüsselbranche die finanzielle Grundlage für Investitionen in neue Technologien entziehen.« Er gehe davon aus, dass eine solche Grünen-Politik Folgen für den Wirtschafts-Standort Deutschland haben werde.


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