Den Franzosen geht das Vorgehen der Amerikaner zu weit

Macron distanziert sich von Bidens Vorstößen

Emmanuel Macron versucht sich als Vermittler in der Ukraine-Krise. Frankreich hat kein Interesse an der Eskalation des Krieges. Daher kommen die Vorstöße aus Washington in Paris nicht gut an.

Joe Biden hatte dazu aufgerufen, dass Putin in Russland nicht mehr an der Macht bleiben könne und nannte den russischen Präsidenten einen »Schlächter«. Der Kreml reagierte prompt empört. Aber auch viele US-Amerikaner (Außenminister Blinken und der Sprecher des Weißen Hauses) ruderten zurück.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich von Putins Äußerungen ebenfalls deutlich distanziert. Eine Eskalation scheint sowieso nicht in Frankreichs Interesse zu liegen. Zwar wolle man diplomatischen und wirtschaftlichen Druck ausüben, ggf. Waffen liefern, aber keine direkte Konfrontation zwischen der NATO und Russland.

Im Gegenteil: Wenn man Macron und seine Bemühungen genau beobachtet, kommt man nicht umhin, zu vermuten, dass er sich vor der eigenen Wiederwahl als Diplomat und Friedensretter inszenieren will.

Sven von Storch

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