Die Reichen sollen wieder mal zur Kasse gebeten werden

Linke will Extra-Steuern auf Luxus-Immobilien erheben

Die Linkspartei hat wieder eine Idee: Steuern erhöhen! Das Ziel sind angebliche Luxus-Immobilien. Doch wo ist da die Grenze? Und was ist mit der Freiheit auf Eigentum?

Wie die »Welt« unter Berufung auf eine dpa-Meldung berichtet, schlägt die Linkspartei eine Sondersteuer auf Luxusimmobilien vor, um den sozialen Wohnungsbau in Deutschland zu finanzieren. Die Partei will Einnahmen aus teuren Immobilien für bezahlbaren Wohnraum nutzen.

Sondersteuer auf Immobilienkäufe und Grundsteuer

Laut einem Konzept der Parteispitze könnte in Deutschland eine zusätzliche Grunderwerbsteuer von fünf Prozent auf Immobilienkäufe ab vier Millionen Euro erhoben werden.

Alternativ wird ein höherer Grundsteuersatz für besonders teure Immobilien diskutiert. »Gleichzeitig gibt es Menschen, die auf unerhört vielen Quadratmetern wohnen, die Luxusvillen besitzen«, jammert Parteichef Jan van Aken. »Wir finden: Die sollten was dafür bezahlen, dass sie so wohnen. Eine Steuer.«

Wohnungsnot als Antrieb der Forderung

Die Linke thematisiert die akute Wohnungsnot in Deutschland. Die Partei hatte bereits im Bundestagswahlkampf bezahlbares Wohnen und Vermögensteuern in den Fokus gerückt. Die Luxusvillen-Steuer verbindet beide Anliegen, wobei Details wie die Anzahl betroffener Immobilien oder die erwarteten Einnahmen noch unklar sind.

Wirklich nur Luxusimmobilien im Fokus?

Das Konzept der Linken hebt hervor, dass es in Deutschland »zahlreiche Luxusimmobilien« gebe, welche weit über die Bedürfnisse des normalen Wohnens hinausgingen«. Die Partei sieht in der Luxusvillen-Steuer einen Weg, soziale Ungleichheit zu bekämpfen und gleichzeitig die Wohnungsnot zu lindern.

Doch wo die Grenzen liegen, bleibt offen. Viele Menschen haben sich ihr Leben lang abgerackert, um im Alter ein haus oder eine Wohnung als Altersvorsorge zu haben oder wollen es ihren Kindern und Enkeln vererben. Auch solche lebenslangen Investitionen könnten der linken Steuer-Wut zum Opfer fallen.

Sven von Storch

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