Woke-Ideologie und Sofa-Sozialismus nur für Intellektuelle?

Linke Parteien haben die Arbeiterschaft verloren

Rechts ist das neue Links. Woke-Ideologen schauen mit Verachtung auf ihr einstiges Klientel: die Arbeiterschaft. Denn sie gendert nicht, trinkt Bier, isst Fleisch und fährt gern Auto. Europaweit wenden die Arbeiter den linken Parteien den Rücken zu. Ein Kommentar.

Wir alle wissen: Die linken Parteien gingen aus der Arbeiterbewegung hervor. Marxisten, Sozialisten, Kommunisten, Sozialdemokraten, Anarchisten und Anarchosyndikalisten sowie die Gewerkschaften: All diese Bewegungen und Ideologien sollten die arbeitende Bevölkerung schützen und unterstützen.

Ihre Wähler und Anhänger arbeiteten in Fabriken und Werkstätten, in Steinbrüchen und Gruben, in Manufakturen, am Hafen, als Fischer auf hoher See, bei der Eisenbahn, beim Straßenbau, im Handwerk und auf dem Lande.

Und heute?

Es sind vor allem Menschen aus der klassischen Arbeiterschaft – aus dem sogenannten Proletariat, welches einst das Rückgrat aller linken Bewegungen war, die heute das linke politische Lager in Scharen verlassen.

In Frankreich sind die Sozialisten zur Partei der Beamten und Sofa-Intellektuellen geworden. Die Arbeiter wählen zu großen Teilen die Partei »Rassemblement National« von Marine Le Pen.

In Großbritannien waren es vor allem die Arbeiter, die für den Brexit gestimmt haben. Und in den USA konnte Donald Trump die Arbeiter hinter sich versammeln.

In Deutschland laufen die Arbeiter in Scharen zur AfD über. Mit der SPD oder der Linkspartei können viele nichts mehr anfangen. Mit den Grünen schon gar nicht.

Die ganze linke Bewegung hat im Grunde genommen ihre eigenen Wurzeln verraten und verloren. Linke sind heute überwiegend Studierte, die an der Universität oder Hochschule zutiefst indoktriniert wurden und Ideologien verfolgen, die dem arbeitenden Volke weltfremd erscheinen.

Der linke Marsch durch die Institutionen seit der 68er-Generation und die Indoktrinierung aller nachfolgenden Generation im Hochschulmilieu, in der Presse und sogenannten Künstlerszene, hat dazu geführt, dass es zwischen dem linken politischen Lager und der klassischen Arbeiterschaft immer weniger Berührungspunkte gibt.

Linksintellektuelle und solche, die es gerne wären, können oftmals ihre innerliche Abneigung gegen Arbeiter und Handwerker kaum verbergen: Der klassische »Arbeiter« als solcher ist Fußballfan, grillt gerne Fleisch, trinkt Bier, macht Macho-Sprüche und gendert nicht. Für linksgrüne Aktivisten ist dies ein Graus.

Die Mainstream-Medien unterstreichen diese Gegensätze. Auffällig ist, dass bei Darstellungen der Wählerwanderung im öffentlichen-rechtlichen GEZ-Zwangsgebühren-Rundfunk die Wähler der AfD als »im Durchschnitt weniger gebildet dargestellt« werden, wenn auf die Wähler und ihre jeweiligen Bildungsabschlüsse hingewiesen wird. Und das natürlich kombiniert mit einer abschätzend-negativen Konnotation.

Doch in Wahrheit zeigt diese Wählerwanderung schlicht, dass die linken Parteien ihre Basis in der Arbeiterschaft verloren haben.

Menschen, die früher mit der Lebensrealität der Arbeit, des Geldverdienens, der Familiengründung und der Verantwortung für Andere konfrontiert werden, die mit der Technik und Infrastruktur des Landes betraut sind, sehen die Welt anders als jene, die frisch von der Uni kommen und das Leben noch gar nicht richtig kennengelernt haben.

Viele Arbeiter haben keinen Respekt vor jungen Politikern, die über keinerlei maßgebliche Berufserfahrung verfügen, oftmals nicht einmal einen Abschluss erreicht haben, aber dennoch der arbeitenden Bevölkerung die Richtlinien vorgeben wollen.

Man kann es auch so ausdrücken: Rechts ist das neue Links.

Der Rechtsruck in der Gesellschaft ist die Revolte der Arbeiter gegen die Pseudo-Gebildeten und Verbildeten. Oder vulgär ausgedrückt: Es ist der Gegensatz von »Könnern« versus »Klugscheißern«. Wir haben einen Überschuss an Akademikern und im Handwerk fehlt der Nachwuchs.

Man kann der Jugend nur zurufen: Wenn ihr schon studieren wollt, dann studiert MINT-Fächer oder werdet Ingenieure.

Am besten jedoch: Macht eine solide Handwerks- oder Facharbeiterausbildung! Deutschland wird euch brauchen!

Sven von Storch

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