Dazu gehört auch der Verband Lesben- und Schwule in der Union (LSU) unter dem Vorsitz des Bankers Alexander Vogt. Die Aufnahme der LSU in das Parteistatut würde deutlich mehr Einfluß und Anerkennung für die Vereinigung bedeuten: Neben finanzieller Unterstützung bekämen die Lesben und Schwulen Mitspracherechte eingeräumt, unter anderem durch einen Beraterposten im Bundesvorstand der Partei.
Die Entscheidung über die Beförderung zur Parteivereinigung wurde von der Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer nach einem Bericht der »Welt-Online« für erste vertagt. Denn zeitgleich zur LSU bewirbt sich auch die im Jahr 2017 gegründete Werte-Union um Anerkenntnis als Parteivereinigung. Der konservativ-wirtschaftsliberale ausgerichtete Verband übt scharfe Kritik am Linksdrift der CDU und forderte jüngst sogar den Rücktritt Angela Merkels.
Die Werte-Union soll allen Umständen aus dem Protektorat der Partei herausgehalten werden, jedoch: Lesben und Schwule willkommen heißen und zugleich Konservativen die Tür weisen, das würde die Parteibasis überfordern, so wird Kramp-Karrenbauer im »Welt«-Artikel zitiert. Die Anerkenntnis der LSU als echte Vereinigung ist erst einmal vertagt, nicht aber aus politischen Bedenken sondern der Parteitaktik wegen.
(Initiative Familienschutz)


Add new comment