Lawrow lobt Trump und kritisiert Europäer für »kriegstreiberische Positionen«

Lawrow wirft Europäern plumpe Versuche vor, Trump beeinflussen zu wollen

Lawrow warf Starmer, Macron, Merz und von der Leyen vor, mit »plumpen Versuchen« die Haltung von US-Präsident Donald Trump zum Ukraine-Konflikt beeinflussen zu wollen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat scharfe Kritik an europäischen Staats- und Regierungschefs geübt. Wie »n-tv« berichtet, warf er ihnen vor, mit »plumpen Versuchen« die Haltung von US-Präsident Donald Trump zum Ukraine-Konflikt beeinflussen zu wollen.

Lawrow: Von den Europäern seien keine konstruktiven Vorschläge gekommen

Diese Äußerungen machte Lawrow im Zusammenhang mit dem kürzlichen Gipfeltreffen in Washington, an dem Trump, mehrere europäische Staatschefs wie zum Beispiel Starmer, Macron und Merz sowie der ukrainische Präsident Selenskij teilnahmen. Lawrow bemängelte, dass von den Europäern keine konstruktiven Vorschläge gekommen seien. Stattdessen sieht er eine aggressive Eskalation und den Versuch, die USA in ein Wettrüsten zu verwickeln.

Unterstützung für die US-Position

Trotz seiner Kritik an Europa begrüßte Lawrow die Haltung der aktuellen US-Regierung. Er lobte, dass die »kriegstreiberische Position« der Europäer in Washington keinen Anklang finde. Seiner Ansicht nach bemüht sich die US-Regierung, die tieferliegenden Ursachen des Ukraine-Konflikts anzugehen, anstatt die Lage weiter zu verschärfen. Diese Aussage unterstreicht Moskaus Interesse an einer Zusammenarbeit mit den USA, die Lawrow als weniger konfrontativ wahrnimmt.

Warnung vor einseitigen Sicherheitsgarantien

Lawrow betonte, dass Gespräche über Sicherheitsgarantien für die Ukraine ohne Russlands Beteiligung zum Scheitern verurteilt seien. Er bezeichnete solche Ansätze als »utopisch« und machte deutlich, dass kollektive Sicherheitsfragen nur unter Einbeziehung Russlands geklärt werden könnten. Gleichzeitig signalisierte er Gesprächsbereitschaft: Moskau sei offen für Verhandlungen in jedem Format und bereit, die Ebene der Delegationen anzuheben, um konstruktive Lösungen zu finden.

Mögliches Gipfeltreffen in Budapest?

Die Ankündigung neuer Gespräche zur Ukraine nährt Spekulationen über ein mögliches Treffen der Präsidenten der Ukraine, Russlands und der USA. Laut Berichten der Website »Politico« bereitet der Secret Service bereits Sicherheitsmaßnahmen für ein solches Treffen in Budapest vor. Dies könnte ein wichtiger Schritt sein, um die festgefahrene Situation im Ukraine-Konflikt zu entschärfen, wobei Russland auf eine zentrale Rolle in den Verhandlungen besteht.

Die Aussicht auf ein neues Gipfeltreffen eröffnet neue Möglichkeiten für Verhandlungen

Sergej Lawrows Äußerungen verdeutlichen die Spannungen zwischen Russland und Europa in der Ukraine-Frage. Während er die europäischen Bemühungen als eskalierend und einseitig kritisiert, zeigt er sich offen für Dialoge, die Russland einbeziehen. Die Aussicht auf ein Gipfeltreffen in Budapest könnte neue Möglichkeiten für Verhandlungen eröffnen, bleibt jedoch von der Bereitschaft aller Seiten abhängig, aufeinander zuzugehen.

Sven von Storch

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