Der Außenminister Sergei Lawrow erklärte, dass Russland die wirtschaftlichen Beziehungen zum Westen abbauen und beenden werde [siehe Bericht »Berliner Zeitung«]. Bereits vor einigen Tagen hatte Lawrow dem Westen einen hybriden Weltkrieg gegen Russland vorgeworfen [siehe Bericht »RND«]. Russland solle und werde sich in Zukunft mehr den asiatischen Staaten zuwenden [siehe Bericht »Nacu.ch«]. Damit sind vor allem China, Indien und der Iran als Partner angesprochen.
Dies ist keine wirkliche Trendwende, sondern die Beschleunigung einer bereits laufenden Entwicklung. China und Russland rücken enger zusammen. Die USA und der Westen ziehen daraus Konsequenzen. Nicht nur die Sanktionen gegen Russland sorgen für ein Absterben der wirtschaftlichen Beziehungen. Auch gegenüber China wird der Westen wirtschaftspolitisch immer zurückhaltender. Immer mehr Unternehmen denken darüber nach, die Produktionsstätten in China in die Heimat zurückzuholen oder in andere Länder (wie zum Beispiel Vietnam) zu verlegen. Ähnliche Überlegungen soll es beispielsweise bereits bei Apple geben.
Durch die US-amerikanisch-Chinesischen Spannungen der letzten Jahre, dann beschleunigt durch die Corona-Krise und weltweiten Lockdowns und nun durch den Ukraine-Krieg, wird die Spaltung der Welt in Blöcke vorangetrieben. Das sieht auch Larry Fink, der Chef der weltweit größten Schattenbank BlackRock so. Die Zeit der ungebremsten Gobalisierung ist nach circa 30 Jahren an ihr Ende gekommen.


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