Die USA wollen mit aller Macht die multipolare Weltordnung verhindern

Lawrow_ Es geht um das Ende der unipolaren Weltordnung

Lawrow griff vor der UN-Vollversammlung die Politik der Anti-Russland-Koalition scharf an. Die USA wollen die unipolare Weltordnung verteidigen und die muitipolare verhindern. Doch die Geschichte lasse sich nicht aufhalten.

[Siehe Rede des russischen Außenminister auf YouTube HIER]

[Siehe komplette Rede von Lawrow in deutscher Übersetzung auf ANTI-SPIEGEL HIER]

In seiner jüngsten Rede vor der UN-Vollversammlung in New York hat der russische Außenminister Sergej Lawrow die Politik der Vereinigten Staaten von Amerika und ihrer Verbündeten scharf angegriffen.

Es gehe im gegenwärtigen Konflikt um nichts weniger als um die zukünftige Weltordnung.

Die USA und ihre Verbündeten hätten große Teile der Welt immer als ihren Hinterhof begriffen, in dem sie mit oder ohne Gewalt frei schalten und walten konnten. Die USA haben viele Kriege im Namen der Demokratie geführt, doch dabei stets eigene Interessen im Auge gehabt und die Lage in den Ländern niemals zum Positiven verbessert.

Die USA würde die Welt stets in Freund und Feind einteilen. Staaten würden unter Druck gesetzt, sich entscheiden zu müssen: für oder gegen die USA und deren unipolare Weltordnung.

Doch nun würde sich wieder eine multipolare Weltordnung auftun, welche die USA mit allen Mitteln zu verhindern suchen.

Lawrow erklärte:

»Wir alle erinnern uns, wie unter erfundenen Vorwänden Angriffskriege gegen von den USA weit entfernte Länder wie Jugoslawien, den Irak und Libyen entfesselt wurden, die Hunderttausende von Zivilisten das Leben gekostet haben. Hat auch nur eines dieser Länder legitime westliche Interessen beeinflusst? Wurden Englisch oder Sprachen anderer NATO-Mitgliedstaaten, oder westliche Medien und die westliche Kultur dort verboten? Wurden die Angelsachsen etwa zu ›Untermenschen‹ erklärt und schwere Waffen gegen sie eingesetzt? Was sind die Ergebnisse der US-Abenteuer im Nahen Osten? Eine Verbesserung von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit? Eine Stabilisierung der sozialpolitischen Lage? Eine Steigerung des Wohlstands der Bevölkerung? Nennen Sie ein Land, in dem Washington gewaltsam interveniert hat und in dem sich das Leben infolgedessen verbessert hat.«

Lawrow fragt: Was habe Russland dem Westen angetan, dass das Land mit einer solche Russophobie angegangen werde? Stattdessen haben sich die NATO immer weiter nach Osten ausgedehnt.

Russland ruft dazu auf, regionale Konflikte beizulegen. Und es kritisiert, dass die USA und Europa nicht die Lage der Russen im Osten der Ukraine anerkennen.

Sven von Storch

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