Lauterbach im Kampf um den SPD-Vorsitz

Lauterbach_ SPD muss raus aus GroKo

Karl Lauterbach bewirbt sich mit Nina Scheer um den SPD-Vorsitz. Er meint, dass die SPD sich unbedingt von der Koalition mit der Union lösen müsse. Sie sei angeblich zu weit nach rechts gerückt.

Karl Lauterbach und Nina Scheer bewerben sich beide um den Vorsitz bei der SPD. Dabei hat Lauterbach ganz eigene Vorstellungen, wie es in Zukunft mit den Sozialdemokraten weitergehen soll. In einem Gespräch mit dem »Focus« erklärte er, dass die SPD sich unbedingt aus der Großen Koalition mit der Union lösen solle. Die Begründung klingt recht seltsam: Er meint doch tatsächlich, dass die CDU zu weit nach rechts gerückt sei. Damit sei die »Grundlage für weiteres Zusammenarbeiten« nicht mehr gegeben.

Damit reiht sich karl Lauterbach in die Reihe der Politiker, die ein Ende der Großen Koalition entweder befürworten oder für die Zukunft kommen sehen. Sogar Finanzminister Olaf Scholz geht von einem Bruch der großen Koalition aus SPD und CDU/CSU vor Ablauf des Jahres aus [»Freie Welt«]. Groß scheint die Motiviation also nicht zu sein, die GroKo zu erhalten. Union und Sozialdemokraten arbeiten zusammen, weil ihnen die Alternativen fehlen, zumindest vor der nächsten Wahl. 

Sven von Storch

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