Wenn die Zahl derer, die Leistungen beziehen, steigt, aber die Zahl derer, die in die Kranken- und Pflegekassen einzahlen, sinkt, muss der Beitrag steigen. Von den Millionen Migranten und Asylsuchenden, die in den letzten Jahren nach Deutschland gekommen sind, ist nur ein Teil Netto-Steuerzahler und somit Beitragzahler. Das macht sich natürlich auch in der Kranken- und Pflegekasse bemerkbar. Hinzu kommen die Folgen der Corona-Politik.
Aber die Probleme werden woanders gesucht. Seit langer Zeit bemüht sich die Regierung um eine Krankenhausreform, um die Kosten zu senken. Doch der Kostendruck steigt weiter.
Karl Lauterbach erklärte: »Die Krankenversicherung und auch die Pflegeversicherung stehen unter erheblichem Beitragsdruck« [siehe Bericht »n-tv«]. Und: »Das wird sich schon zur Mitte des Jahres, spätestens im Herbst, zeigen.«
Und dann? Dann würden nach der Einschätzung von Lauterbach Beitragssatzsteigerungen wohl nötig sein.
Deuschland habe das teuerste Gesundheitsystem in Europa, aber nur mittelmäßige Qualität. Die Lebenserwartung sei in ganz Westeuropa höher als in Deutschland, gibt Lauterbach zu.


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