Merz habe zu lange keinen Arbeitskontakt zur CDU gehabt

Kurt Biedenkopf für Kramp-Karrenbauer als Merkel-Nachfolgerin

Kurt Biedenkopf hat sich für Annegret Kramp-Karrenbauer ausgesprochen. Sie habe das Vertrauen vieler Parteimitglieder gewonnen und sich bei Wahlen behauptet. Friedrich Merz dagegen sollte zunächst seine ganzen Lobbyisten-Posten ruhen lassen, um Unabhängigkeit zu demonstrieren und somit Glaubwürdigkeit zu gewinnen.

Immer mehr Aussagen von CDU-Granden deuten darauf hin, dass die Funktionäre der Partei Annegret Kramp-Karrenbauer mehr vertrauen als dem BlackRock-Finanzlobbyisten Friedrich Merz.

Kurt Biedenkopf (CDU), von 1990 bis 2002 Ministerpräsident von Sachsen, sieht die Bewerbung von Friedrich Merz um den Parteivorsitz kritisch. »Was Friedrich Merz betrifft: Er hat jahrelang keinen Arbeitskontakt zur Partei gehabt. Die CDU hat sich in dieser Zeit verändert«, sagte Biedenkopf in einem Interview mit dem »Handelsblatt«. Er findet es verdächtig, dass Merz seine Tätigkeiten als Finanzlobbyist (z.B. für BlackRock) nicht rechtzeitig aufgibt, um somit seine Unabhängigkeit hervorzuheben.

Biedenkopf macht keinen Hehl daraus, wen er bevorzugt: »Von den drei Kandidaten steht Annegret Kramp-Karrenbauer der Partei am nächsten. Sie hat alle Aufgaben und bisherigen Herausforderungen und Wahlen bestanden. Sie hat sich als Ministerpräsidentin und in anderen Ämtern bewährt, Besonderes geleistet und das Vertrauen der Menschen und ihrer Wähler gewonnen.«

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.