Sozialismus à la DDR 2.0

Kühnert setzt noch einen drauf und verteidigt seine Forderungen

Kevin Kühnert war wegen seine Enteignungs- und Sozialismus-Ideen kritisiert worden. Doch die Kritik lässt ihn kalt. Er habe das durchaus ernst gemeint, versichert er.

Staatsbetriebe? Verstaatlichungen oder Vergemeinschaftungen von Unternehmen? Enteignungen? Jedem Bürger nur so viel Immobilien-Raum, wie er als Wohnraum benötigt? So schilderte Juso-Chef Kevin Kühnert kürzlich seine Zukunftsvorstellungen von einer gerechten Gesellschaft. Es klingt alles nach Sozialismus, nach DDR 2.0, nach UdSSR, warf man ihm vor.

Alles übertrieben? Alles nicht ernst gemeint? Alles nur Rhetorik? Oder wurde er falsch verstanden?

Keinesfalls. Kevin Kühnert legte sogar nochmal nach und bekräftige seine Forderungen [siehe Berichte »Spiegel-Online«, »Zeit-Online«, »Bild«]. Er wolle den Kapitalismus überwinden, bestätigte er. Er habe das sehr ernst gemeint.

Die Reaktionen in der Presse und den Mainstream-Medien sowie in der Öffentlichkeit fielen zunächst überwiegend negativ aus. Doch schon haben die Medien ein neues Dauerthema entdeckt, denn einige finden seine Ideen diskutierenswert: so einige Experten sowie einige SPD-Politiker und Politiker der Linken sowie schließlich auch einige Journalisten und Autoren.

Es passt in den Zeitgeist der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Selbstzerstörung. Die Auto-Industrie wird gerade von allen Seiten angegriffen. Wenn dann noch die Idee von Kevin Kühnert ins Spiel gebracht wird, Unternehmen wie BMW zu kollektivieren, dann dürfte der Prozess beschleunigt werden. Deutschland marschiert mit wehenden Fahnen in den Abstieg und wird vermutlich schneller auf Schwellenlandniveau fallen als befürchtet.

Sven von Storch

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