[Siehe auch Kommentar auf Twitter]
Zugegeben, beliebt ist er: Winfried Kretschmann, der erste grüne Ministerpräsident der Bundesrepublik. Doch seine Beliebtheit kommt auch daher, dass er als Landesvater der Badener und Schwaben durchaus konservative Ansichten vertritt. Von seiner Zeit als Student bis heute hat er sich stark gewandelt. Er sieht die Politik im »Ländle« als Realpolitiker. Das hat ihn auch für frühere CDU-Wähler wählbar gemacht.
Doch das ist jetzt genau sein Problem. Denn die Partei, die hinter ihm steht, ist von Ideologie und unrealistischen Zielen geradezu besessen. Sie steht für das genaue Gegenteil von Realpolitik. Dies zeigt sich bei ihrem Umgang mit der deutschen Automobilindustrie. Keine Partei wirft der Autoindustrie und der Zulieferer-Industrie so viele Steine in den Weg wie die Grünen. Das zeigt deren Kampf gegen den Verbrennungsmotor und ihr Einsatz für Fahrverbote. Gerade in Baden-Württemberg hat die Automobilindustrie einen hohen Stellenwert.
Nun will Kretschmann zum dritten Mal zum Landtagswahlkampf antreten [siehe Bericht »Süddeutsche Zeitung«]. Wird die CDU dann wieder Junior-Partner unter Kretschmann?
Beatrix von Storch (AfD) kommentierte auf Twitter:
»Kretschmann tritt wieder an. Die CDU muss sich entscheiden, ob sie im Auto-Land dauerhaft Juniorpartner der Partei sein will, die die Autoindustrie abwickeln will. Es gibt keine konservative Politik mit den Grünen.«
Normalerweise gelten bei Landtagswahlen andere Kriterien und Themen als im Bundestagswahlkampf. Doch wenn es um die Autoindustrie geht, wären besonders Baden-Württemberg betroffen.


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