Am Montag, den 31. Mai, verkündete Chinas Staatspräsident und Vorsitzender der Kommunistischen Partei, Xi Jinping, die neue Familienpolitik der Volksrepublik. Die Ein-Kind-Politik ist offiziell beendet. Auch die Zwei-Kind-Politik ist überholt. Von nun an dürfen chinesische Familien wieder drei Kinder haben.
Mit diesem Schritt versucht das Regime in Peking, die drohende Überalterung der Bevölkerung abzumildern. Zwar hat man das einst rasante Bevölkerungswachstum gestoppt. Doch demographisch kippt das Zahlenverhältnis von jungen zu alten Menschen.
Die Rechnung hat die Regierung allerdings ohne die Frauen gemacht. Denn viele wollen gar nicht mehr als 1-2 Kinder bekommen — oder gar keins. Denn das Leben in den Städten wird immer teurer und zeitraubender. Karriere und Familie zu verbinden, ist auch für chinesische Frauen schwierig. Besonders in der Stadt. Und so machen die Urbanisierung und die Emanzipation der Frau der Regierung einen Strich durch die Rechnung.
Zu Chinas Gesamtbevölkerung gibt es keine einheitlichen Angaben. Für 2018 wird die Gesamtbevölkerung Chinas von der UNO auf 1,415 Milliarden., von der CIA auf 1,384 Milliarden und vom Staatlichen Amt für Statistik der Volksrepublik China auf 1,395 Milliarden Einwohner geschätzt.
Chinas Bevölkerung war insbesondere unter Mao Zedong und Deng Xiaoping stark angestiegen. Dann wurde 1979 die Ein-Kind-Politik zunächst auf Provinzebene, ab 1980 landesweit eingeführt. Gerade auf dem Lande gab es dennoch viele Familien mit zwei Kindern. Daher schwankten die reale Geburtenraten je nach Jahr und Provinz statistisch zwischen 1,7 und 2,5 Kindern pro Frau. Erst die rasante wirtschaftliche Entwicklung und die massenhafte Abwanderung der Landbewohner in die Städte führte dazu, dass die Geburtenrate noch weiter auf zeitweise 1,4 Kinder pro Frau abfiel.
Chinas Kommunisten wollen wieder mehr Kinder im Land
KP Chinas verkündet Drei-Kind-Politik
Um die Überalterung der Bevölkerung abzumildern, hat die kommunistische Regierung in Peking offiziell die Drei-Kind-Politik verkündet. Doch diese Entscheidung kommt zu spät. Jetzt wollen die meisten Frauen nicht mehr.
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