China zeigt, wie Apps und Sozialpunkte gnadenlos missbraucht werden

KP Chinas missbraucht Corona-App, um Dissidenten zum Schweigen zu bringen

In China wollten Aktivisten in die Provinz Henan reisen, um dort vor einer Bank zu demonstrieren, weil ihre Geldeinlagen eingefroren wurden. Die Regierung verhinderte jedoch deren Anreise, indem deren Gesundheits-Code auf Stufe Rot geschaltet wurde.

Wer in China als einfacher Bürger um sein Recht kämpfen will, hat schlechte Karten. Das digitale System der Überwachung, das Sozial-Punkte-System und die Gesundheits-Apps werden von der Kommunistischen Partei Chinas gnadenlos ausgenutzt, um Dissidenten zum Schweigen zu bringen.

In der Provinz Henan hat eine Bank aus unerfindlichen Gründen die Geldanlagen vieler Kunden eingefroren. Sie kommen nun nicht mehr an ihr Geld. Daher haben sich viele Anleger entschlossen, in die Provinz Henan zu reisen und dort vor der Bank zu demonstrieren. Dies wurde über das Internet organisiert.

Wie die Nachrichtenagentur »Reuters« berichtete, hat die Regierung daraufhin kurzerhand die Gesundheits-Ampel der Corona-Apps der betroffenen Bürger auf »rot« gestellt. Zuvor war sie bei allen Betroffenen »grün«.

Dies hat dazu geführt, dass die Protestkundgebung nicht stattfinden konnte, weil die betroffenen Bürger keine Flugtickets, Zugtickets oder sonstige Verkehrsmittel buchen konnten. Sie wurden per App dazu gezwungen zu Hause zu bleiben.

Dieses Beispiel zeigt schlaglichtartig, wie die digitale Überwachung und wie die Apps inklusive Gesundheits-Apps dazu missbraucht werden können, die Freiheit der Bürger zu zerstören. Wer digital mit einem bestimmten Status versehen wird, ist damit praktisch bewegungsunfähig geworden.

Sven von Storch

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