[Siehe auch Kommentare zum Koalitionsvertrag auf YouTube HIER]
Für die Wähler der CDU und CSU muss es erschütternd sein: Nichts von dem, was Friedrich Merz und Markus Söder so großspurig versprochen hatten, ist in den Koalitionsvertrag gekommen. Die Union hat sich von dem Wahlverlierer SPD über den Tisch ziehen lassen. Für das Kanzleramt wirft Friedrich Merz all seine Versprechen über Bord.
»Koalitionsvertrag ist die Kapitulationsurkunde des Friedrich Merz«
Die Vorsitzenden der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Alice Weidel und Tino Chrupalla, kommentierten den Koalitionsvertrag von Union und SPD in einer Presseerklärung folgendermaßen:
»Dieser Koalitionsvertrag ist die Kapitulationsurkunde des Friedrich Merz. Das Papier trägt durchgehend die Handschrift des Wahlverlierers SPD, gespickt mit Verbeugungen vor den Grünen, die in diesem Kabinett immer mit am Tisch sitzen werden.
Es ist ein Dokument des ›Weiter so‹, das keine Lösungen für die großen Zukunftsfragen unseres Landes zu bieten hat. Es ist keine Abkehr von der E-Auto-Planwirtschaft in Sicht, die unsere Schlüsselindustrie ruiniert. Energie bleibt teuer, weil Kernenergie und günstiges Gas Tabuthemen bleiben.
Von der großspurig verheißenen ›Migrationswende‹ ist in dem Papier bis auf Allgemeinplätze und Ankündigungen nichts zu finden. Die Union feiert sich für Scheinerfolge und Formelkompromisse, die sich größtenteils auf Nebenschauplätze beschränken. Ob irgendetwas davon den Dauerstreit im Koalitionsalltag überstehen wird, ist mehr als fraglich.
Die Koalitionäre loben sich dafür, die Steuern nicht zu erhöhen. Versprochen waren aber Steuersenkungen. Subventionen und ›Anreize‹ vor Steuersenkungen, vage Versprechungen für minimale Steuererleichterungen irgendwann in ein paar Jahren – das ist ein Schlag ins Gesicht aller Steuerzahler, der arbeitenden Bevölkerung und der Gewerbetreibenden.
Zur Steuerreform im Interesse der Bürger sind CDU/CSU und SPD außer Stande. Aber wenn es um Schulden zu Lasten unserer Kinder und Enkelkinder geht, berufen sie den abgewählten Bundestag ein und ändern das Grundgesetz. Vier Jahre Schwarz-Rot wären vier verlorene Jahre, die Deutschland sich nicht leisten kann.
Die Bürger werden das auch nicht mitmachen. Sie wollen den politischen Wechsel – und keine ›Weiter-so‹-Koalition aus Union und SPD. Die AfD-Fraktion wird sich mit einer konsequenten Oppositionspolitik diesem verantwortungslosen und für unser Land zerstörerischen Kurs entgegenstemmen.«


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