Militärischer Konflikt in Zukunft nicht auszuschließen

Kissinger warnt vor katastrophaler Konfrontation zwischen China und den USA

Die größte Gefahr eines Dritten Weltkriegs gehe in Zukunft von der Konfrontation zwischen China und den USA aus, warnt Henry Kissinger. Die Lage sei zunehmend so angespannt wie zur Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.

Die graue Eminenz der US-Außenpolitik, der ehemalige Außenminister und Sicherheitsberater der US-Regierung Henry Kissinger, hat vor einer Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Volksrepublik China gewarnt.

Es müssen neue Grundlagen für eine Kooperation zwischen den USA und China gefunden werden. Wenn es dazu nicht komme, werde sich die Spirale der Konfrontationen zwischen beiden Supermächten immer schneller drehen und es würde eine aufgeladene globale Situation entstehen, die man mit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg vergleiche könnte, warnte Kissinger.

China auf dem Vormarsch

Chinas Wirtschaft erholt sich schneller von den Corona-Lockdowns als anderswo, die Staats- und Parteiführung ist so mächtig wie selten zuvor und immer mehr Staaten sind wirtschaftlich und finanziell abhängiger von China als jemals zuvor. Der Einfluss Chinas in Afrika, Südamerika und Asien nimmt immer weiter zu. Ungeachtet des Handelskonflikts mit den USA hat die Volksrepublik China erst vor wenigen Tagen mit 14 asiatisch-pazifischen Staaten das größte Freihandelsabkommen der Welt abgeschlossen.

Militärisch rüstet China schneller auf als alle anderen Staaten der Welt. Immer wieder greifen chinesische Hacker US-amerikanische Datenbanken und Computersysteme an. So soll China sich Daten zur Software des amerikanischen Mehrzweckkampfflugzeugs F-35 erschlichen haben. Sowohl atomar als auch konventionell modernisiert China sein Waffenarsenal mit beeindruckender Geschwindigkeit.

Donald Trump und Steve Bannon haben bereits davor gewarnt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika dem expandierenden China nicht mehr das freie Feld überlassen dürfen, vor allen Dingen müsse verhindert werden, dass mehr Arbeitsplätze, Wirtschaftsmacht und Technologie-Knowhow nach China abwandern.

Auch der Wirtschaftsexperte Gerald Celente warnt davor, Chinas Entwicklung zu unterschätzen. Das 21. Jahrhundert werde seiner Meinung nach das chinesische Jahrhundert werden.

 

 

Sven von Storch

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