Selbst Niedriglöhner in Indien sind der Industrie noch zu teuer

KI und Roboter sollen künftig Billiglohn-Arbeit in Indien übernehmen

In immer mehr indischen Fabriken tragen Billiglohn-Arbeiter Kameras an ihrer Stirn. Die Aufgabe der Kameras ist es, mit den Aufnahmen der Tätigkeiten die KI zu trainieren.

Arbeiter in Indien mit Kameras an der Stirn

Selbst die am niedrigsten bezahlen Jobs werden bald durch KI ersetzt werden. Das zeigen zunehmend Beispiele aus Indien.

Arbeiter in Indien trainieren KI-Roboter, um später von diesen ersetzt zu werden

Es sind Bilder, die um die Welt gehen: In mehreren Fabriken in Indien und Bangladesch tragen die Arbeiter kleine Kameras an der Stirn. Die Aufgabe dieser Kameras ist nicht die komplette Überwachung der Arbeiter und ihrer Tätigkeiten, sondern das trainieren der Künstlichen Intelligenz. Denn selbst die Tätigkeiten der Ärmsten sollen von der KI eines Tages übernommen werden [siehe Video HIER].

Betroffen sind vor allem Arbeiter und Näherinnen in den Textilfabriken. Doch diese Art, die KI via Stirnkameras zu trainieren wird auf immer mehr Industrie- und Wirtschaftszweige ausgeweitet.

Sogar in indischen Haushalten wird gefilmt, um die KI zu trainieren

Andere Beispiele aus Indien [siehe Bericht "Al Jazeera"] zeigen, wie Frauen bei der Hausarbeit Kameras an der Stirn tragen. Hier bekommen sie etwas Geld dafür, die KI für einfache Hausarbeiten zu trainieren, damit später Roboter mit den Infos gefüttert werden.

In Europa oder den USA würden das die meisten Menschen nicht machen, denn erstens wäre dies ein massiver Eingriff in die Privatsphäre, und zweitens wäre die Entlohnung zu teuer.

Milliarden-Investitionen in KI und Robotik

Der Markt für humanoide Roboter boomt. Prognosen zufolge werden bis 2050 mehr als eine Milliarde dieser Roboter im Einsatz sein, vorwiegend für industrielle und gewerbliche Zwecke. Indien hat sich als globaler Vermittler für die Erstellung, Verarbeitung und Annotation von KI-Daten positioniert, berichtet Al-Jazeera.

Viele Inder sind sich nicht bewusst, dass sie sich damit selbst aus dem Arbeitsmarkt verdrängen. Denn was die Industrie nach Indien lockt, sind die billigen Arbeitskräfte. Doch wenn die Roboter und die KI noch billiger ist, werden selbst die ärmsten der Armen für die Industrie als Arbeitskräfte noch zu teuer sein.

Sven von Storch

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Kommentare

Wenn die Inder so blöd sind und das mit sich machen lassen, sind sie selber schuld. Wenn das in Deutschland so kommen sollte, müssen die Arbeiter die Führung in den Obergeschoßen heraus holen und ihrer Strafe zuführen.

Kaufen die Roboter auch die Waren, die sie herstellen? Ein Arbeiter produziert nicht nur Mehrwert, er muss essen, schlafen, wohnen, seine Kinder versorgen und... konsumieren.

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