Der Leiter der AG Kernkraft der AfD-Bundestagsfraktion Paul Schmidt hat die aktuellen Angriffe auf die Kernenergie scharf zurückgewiesen, über die bundesweit berichtet wurde. Anlass sind die Abschaltungen und Drosselungen einzelner Kernkraftwerke (KKW) in Ungarn und Rumänien wegen Niedrigwasser an der Donau.
Moderne Deutsche Kernkraftwerke waren immer wetterunabhängig
Zu der Theorie, auch Atomkraft sei deshalb wetterabhängig, erklärt Paul Schmidt:
"Die Behauptung, der Klimawandel sei der Todesstoß für die Kernenergie, ist ein durchsichtiges ideologisches Ablenkungsmanöver der Atomausstiegs-Lobby. Weltweit ist das Gegenteil der Fall, denn nicht nur unsere Nachbarländer bauen mehr und mehr Kernkraftwerke; weltweit sind derzeit mehr als 65 Kernkraftwerksblöcke im Bau.
Was in Ungarn und Rumänien passiert, hat mit moderner Kerntechnik und erst recht mit den deutschen Anlagen nichts zu tun. Das ungarische Kraftwerk Paks arbeitet – im Gegensatz zu deutschen KKW – ausschließlich mit Durchlaufkühlung und ist daher unmittelbar auf enorme Mengen Flusswasser angewiesen – bis zu 50 Kubikmeter pro Sekunde. Die Entnahmerohre waren zudem zu flach verlegt. Das ist ein Planungsfehler, kein systemisches Versagen der Kernkraft.
Deutsche Kernkraftwerke – und fast alle modernen Anlagen in Europa – nutzen Kreislaufkühlung mit Nass-, Hybrid- oder Trockenkühltürmen. Der Wasserbedarf sinkt damit dramatisch: Isar 2 entnahm der Isar effektiv nur rund 0,7 Kubikmeter pro Sekunde, Neckarwestheim lief zuverlässig am Neckar, der kaum ein Zehntel der Wassermenge des Rheins führt. Philippsburg und andere Standorte waren praktisch unabhängig von Flusspegeln.
Kühlprobleme betreffen ausschließlich ältere Durchlaufsysteme
Fachleute wie Wolfgang Czolkoss vom VGBE und Michael Prasser von der ETH Zürich belegen klar: Kühlprobleme betreffen ausschließlich ältere Durchlaufsysteme. Mit Kühltürmen gäbe es diese Probleme gar nicht. Das amerikanische KKW Palo Verde steht ohne Fluss mitten in der Wüste in Arizona und kühlt drei KKW-Blöcke mit dem Abwasser umliegender Städte. – Offensichtlich sind die medienwirksam durch sogenannte 'Experten' mühsam hochstilisierten angeblichen technischen Probleme der Kernkraft längst gelöst.
Hinzu kommt: Die deutschen Kernkraftwerke haben die nationalen und europäischen Stresstests nach dem Fukushima-Unglück mit überdurchschnittlich guten Ergebnissen bestanden, wo nötig wurden damals Nachrüstungen durchgeführt, um die Not- und Nachkühlung auch ohne den Fluss sicherzustellen. Die Reaktorsicherheitskommission stellte fest, dass unsere Anlagen robuster gegen Stromausfall und Hochwasser ausgelegt waren als Fukushima.
Deutsche Kernkraftanlagen waren vorbildlich mit neuesten Standards – und wurden trotzdem abgestellt
Große Sicherheitsreserven, redundante Notstromversorgung und diversifizierte Wärmesenken gehören in Deutschland zum Standard. Genau diese Anlagen hat die Ampel- und ihre Vorgängerregierung ideologiegetrieben abgeschaltet – und damit Deutschlands Versorgungssicherheit und Industriestandort mutwillig geschädigt. Das Festhalten von Schwarz-Rot am Atomausstieg kostet aufgrund der seither horrend hohen deutschen Strompreise jeden Tag mehr Arbeitsplätze.
Während Wind und Sonne bei Dunkelflaute oder Hitzeflaute gleichzeitig ausfallen, liefert Kernkraft CO₂-freien, grundlastfähigen und wetterunabhängigen Strom – wenn man sie richtig baut und betreibt. Der Wiedereinstieg in die Kernenergie wäre der vernünftige Weg, anstatt weiter Milliarden in zusätzliche Gaskraftwerke und volatilen Ökostrom zu pumpen.
Die AfD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung daher auf, die ideologische Blockadehaltung aufzugeben, den Rückbau der stillgelegten modernsten Kernkraftwerke unverzüglich zu stoppen und die rechtlichen Rahmenbedingungen für einen zügigen Wiedereinstieg in die Kernenergie zu schaffen."


Comments
Von wegen "ideologische"…
Von wegen "ideologische" Blockadehaltung!
Diese Blockadehaltung dient ausschließlich der Abschaffung Deutschlands als erfolgreiches Industrieland! In den Medien muß das natürlich "ideologisch" klingen!
Und - was den zügigen Wiedereinstieg in die Kernenergie betrifft, dürften bis spätestens 2030 "Small Modular Reactors" (SMRs) einsatzfähig sein, die regional eingesetzt werden können und teure Ferntrassen entbehrlich machen.
Hinzu kommt, daß diese SMRs sogar die Restenergie in bisher angefallenen radioaktiven Abfällen nutzen können und daß bei ihnen die Restrisiken der bisherigen AKW ausgeschlossen werden können.
Genehmigungsfähig allerdings nur bei einer unabhängigen Regierung für Deutschland!
Wie sicher hätten Sie es denn gerne?
Man muß also bei einen geschlossenen Kühlkreislauf trotzdem noch laufend Wasser z.B. aus einem Fluß entnehmen. Also handelt es sich bei den hochentwickelten Kernkraftwerken ohne Durchflußkühlung auch noch um Sparlösungen. Und nicht zu vergessen: Wenn die Kühltürme mit Raketen beschossen werden, kommen nicht nur die Betreiber ins Schwitzen.
... „Kühlprobleme betreffen…
... „Kühlprobleme betreffen ausschließlich ältere Durchlaufsysteme“ ...
Ja mei - „Deutschland und seine Ideologien: Der fatale Weg der „Ökodiktatur“ Deutschland hat sich bei seiner ökologischen Umgestaltung in eine fatale Lage manövriert. Warnzeichen werden zugunsten einer fragwürdigen Moral hingenommen“!!! ... https://www.berliner-zeitung.de/article/deutschland-und-seine-ideologien-der-fatale-weg-der-oekodiktatur-10260994
Mülheim-Kärlich bei Koblenz,…
Mülheim-Kärlich bei Koblenz, das nie in Betrieb ging und nach und nach abgerissen wurde, die Kühltürme sind jetzt weg, benötigte im Betrieb bei einer el. Leistung von 1.300 Megawatt einen Kühlwasserbedarf (Frischwasser/Rückkühlung über den Naturzug-Nasskühlturm) von größenordnungsmäßig 40 bis 50 Kubikmetern pro Sekunde, was typisch für ein Kraftwerk dieser Leistungsklasse am Rhein war.
Laut Artikel entspricht dies dem ungarischen Kraftwerk Paks.
Aktuell in Frankreich hat der franz. Betreiber EDF wegen der sommerlichen Hitzewellen und zu hoher Flusswassertemperaturen mehrfach Reaktoren der AKWs Golfech (Garonne), Bugey (Rhône), Chooz (Maas), Nogent-sur-Seine (Seine), Blayais (Gironde) sowie Saint-Alban (Rhône) gedrosselt oder abgeschaltet.
Im Artikel wird behauptet, der Atomausstieg hätte "Deutschlands Versorgungssicherheit und Industriestandort mutwillig geschädigt".
Wie denn das ? Wir liegen aktuell bei 185 TWh an EE-Strom im Netz, das ist bereits deutlich mehr wie der 30-Jahresdurchschnitt aller deutschen AKWS von 100-130 TWh/a, einmaliger Maximalwert knapp 160 TWH/a.
Bis Jahresende wird ein neuer Rekordwert con > 300 TWh/a an EE-Strom erwartet.
Die Erneuerbaren liegen damit bei Faktor 2-3 vor den AKWs. Wieso soll da die Versorgungssichereit nicht vorhanden sein ?
Im Artikel wird behauptet Wind und Sonne würden bei "Dunkelflaute oder Hitzeflaute gleichzeitig ausfallen."
Eine nachweislich falsche Behauptung, den Fall hat es nie gegeben.
2025 lag der Minimalstwert der Lastabdeckung durch Erneuerbare am 09.08.25 um 00:00 bei 21,7 %, zu allen anderen Zeitpunkten war die Lastabdeckung durch Erneuerbare höher.
Also nix mit angeblich "gleichzeitig ausfallen".
Erst recht nicht wenn demnäcst die schon im Genehmigungsverfaren stehenden Groß-Batteriespeicher ans Netz gehen. Dann wird volatile Energie aus PV+Wind sukzessive zur jederzeit bereitstehender Regelenergie. Ein neuer Meilenstein und ein neus Kapitel in der (Erfolgs-) Geschichte der deutschen Energiewende.
Schönes Wochenende, bei Sonne , Wind und Regen
MfG, HPK
Der Niedergang der dt…
Der Niedergang der dt. Wirtschaft liegt ganz im Interesse der amerikanischen Konkurrenten, immer noch so wie wie vor 1945 von den Westalliierten geplant. Heute steht die deutsche Regierung unter Kontrolle dieser Allianz. Es besitzen auch sehr viele unserer Bundestagsabgeordneten eine doppelte Staatsbürgerschaft und es scheint so, als würden sie ihr Abstimmungsverhalten anscheinend mehr am Interesse ihres Zweitstaates als an deutschen Interessen ausrichten. Leider wird der Anteil der Doppelstaatler im Bundestag bzw. der dt. Regierung geheimgehalten.
Der Morgenthau - Plan ist…
Der Morgenthau - Plan ist noch nicht abgearbeitet!
Akw kann nicht die Lösung sein
Man darf nicht nur an die pure Erzeugung von Strom denken, sondern muss auch die Umwelt mit berücksichtigen. Die Bäche und Flüsse sind Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen. Zudem gibt es moderne Techniken und Filteranlagen, dass auch bei fossilen Brennstoffen nicht soviele schädliche Stoffe in die Luft und das Wasser gelangen.
Leider zahlen die Firmen lieber die Strafen oder handeln mit Emmissionrechten hin und her, statt neue Techniken und Anlagen zu nutzen. Die Auflagen der Regierung sind ein Witz und auch so gewollt. Seitens der Regierung werden umweltfreundliche Projekte immer wieder eingestellt oder die Subventionierung gekürzt oder ganz gestrichen.
Ein Atomkraftwerk ist eine Gelddruckmaschine, die etwa 1 Milliarde Euro Umsatz im Jahr bringt. Die Gemeinde, in der es steht, erhält einen Geldregen an Gewerbesteuern. Für die Beseitigung des radioaktiven Abfalls kümmert sich die Regierung, dass bezahlt also die Allgemeinheit.
Zudem sind Atomkraftwerke im Hinblick auf die Strahlung nicht zu 100 % sicher. Es gibt im Jahr immer wieder kleinere Unfälle oder Schäden bei bestehenden und gerade älteren Atomkraftwerken, bei denen Strahlung austritt. Bei Atommülltransporten dürfen beispielsweise keine schwangeren Polizeibeamtinnen begleitend mitgehen. Selbst geringe Strahlung kann Autoimmunerkrankungen und Krebs bei Kindern auslösen.
Ich denke, mit Wind-, Wasserkraft und Solar kann man einen Großteil der benötigten Energie produzieren. Was auch immer die "benötigte" Menge ist. Aktuell wollen alle Firmen mit Künstlicher Intelligenz arbeiten, soviele Mitarbeiter wie möglich entlassen, und benötigen dafür Unmengen an Energie. Dass das wirklich nötig ist, daran habe ich meine Zweifel.
Zumal viele Firmen noch Computersysteme von vor 20 Jahren und älter haben und total veraltete Soft- und Hardware, bzw. für die Mitarbeiter immer nur das Billigste. Man kann aus einem Taschenrechner keinen Hochleistungscomputer bauen.
Das Stromnetz in Deutschland ist total veraltet und marode, es gibt keine Speichermedien für solche Mengen an Strom. Aktuell schafft man es nicht einmal, den Strom von der Nordsee nach Süddeutschland ohne große Verluste zu transportieren. Da zäunt man das Pferd von hinten auf. Das Stromnetz müsste erst einmal auf Stand gebracht werden.
Beispielsweise gibt es in meinem Wohnviertel etwa 300 Wohnungen (Kleinstadt). Wir können nur 6 Plätze für Elektroauto-Ladestationen bauen, ab der 7ten Ladestation wäre im ganzen Viertel der Strom weg. Teilweise flackert der Strom jetzt schon über Tag gelegentlich, abends ist manchmal kein Netz mehr verfügbar.
Leider haben die meisten Entscheidungsträger nur die Dollar-Zeichen in den Augen, das Hirn hat schon direkt abgeschaltet.
@ Tina Doerr, 09.08.2026 |…
@ Tina Doerr, 09.08.2026 | 07:26
Sehr wohtuend, das Sie versuchen hier sachorientiert die Probleme beim Namen zu nennen und auf dieser Ebene Lösungen möglichst allgemein verständlich für ein breites Lesepublikum zu entwickeln.
Als Jemand, der hier seit etwa 10 Jahren versucht den notorischen Energiewendegegnern mit sachlichen Argumeneten den Wind aus den Segeln zu nehmen, muß ich Sie vorwarnen.
Es ist ein Trugschluss zu glauben, Leute mit festgefahrenem Denken mit Sachargumenten zu erneutem umdenken zu bewegen. Es funktioniert einfach nicht.
Die Leute hier auf diesem Meinungsforum haben mehrheitlich eine ganz andere Erwartungshaltung. Sie wollen in ihren Vorurteilen bestätigt werden und sei es mit billigen Stammtisch-Argumenten, z.B. 430 ppm sei viel zu wenig um irgend etwas für das Klima zu bewegen.
Ihr Durchhaltevermögen wird hier somit hart auf die Probe gestellt.
Ich selbt erhalte mir selbiges indem ich von vornherein nicht erwarte den hier typischen Leserkreis mehrheitlich ändern zu können.
Die Energiewende und damit auch die gesamte Umwelt- und Klimaproblemetaik nimmt einen hohen Stellenwert meiner Gegenwartsthemen ein, mit denen ich mich beschäftige. Sich stets aktuell auf dem Laufenden zu halten über die neusten Entwicklungen und damit aktuelle Zahlen präsentieren zu können ist für mich ein bescheidener Beitrag zur Aufklärung, den ich als sinnvoll erachte.
Es genügt um mich immer wieder neu zu motivieren.
MfG, HPK
In Ungarn hat der…
In Ungarn hat der gemeingefährliche Clown in der Rolle eines Facebook-Influensers der zufällig auch den Ministerpräsidenten spielt drei von vier Blöcken des Atomkraftwerkes Paks abstellen lassen.
Vorsorglich und planmäßig hat er gerade eine Woche vorher die Leitung des Kernkranftwerkes ausgetauscht...
Dann wollte er die naturzerstörerischen und auch Menschen krankmachenden Windpropeller als Lösung der von ihm gemachten "Energiekrise" präsentieren.
Gerade wird ein neuer "Staatspräsident" von der "Tisza" Maffia gewählt, der nachweislich ein ungarnfeindlicher Kommunist ist. Er war als Richter am EU-Gerichtshof beteiligt, als skrupellose Mörder freigesprochen wurden, die 1956 unbewaffnete Zivilisten ermordeten.
Nun ist Ungarn im Hauptstrom der "neuen EU-Werte" angekommen.....
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