Saudi-Arabien, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate suchen nach weiteren Druckmitteln

Katar lässt Ultimatum verstreichen und lässt die arabischen Staaten ratlos zurück

Katar hat das Ultimatum verstreichen lassen. Das ist eine gefährliche Phase: Saudi-Arabien, Ägypten, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate stehen nun vor der Wahl, als zahnlose Tiger bloßgestellt zu sein oder aber mit militärischen Mitteln oder schärferen Sanktionen gegen Katar vorzugehen.

Freie Welt

Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Kuwait und Ägypten hatten Katar ein Ultimatum gestellt. Zu den Forderungen gehörten, die Beziehungen zum Iran abzubrechen, den internationalen Nachrichtensender Al-Jazeera einzustellen und die Förderung von islamistischen Terrororganisationen zu beenden - wobei hier vor allem an die Muslimbrüder in Ägypten gedacht ist.

Nun ist das Ultimation verstrichen. Was ist geschehen? Nichts.

Welchen Druck können diese Staaten noch ausüben? Die diplomatischen Beziehungen sind bereits abgebrochen worden. Sanktionen wurden bereits verhängt. Sie können natürlich noch verschärft werden. Doch Katar wird aus der Türkei unterstützt. Außerdem hat der Westen kein Interesse an der Destabilisierung Katars.

Die militärische Option bleibt auf dem Tisch. Doch in Katar ist auch eine US-Flotte stationiert. Die USA haben kein Interesse an einer Eskalation. Denn sie wollen sich auf den Iran konzentrieren.

Die arabischen Staaten haben nun mit einer Übergangsreaktion geantwortet. Die Außenminister ließen aus Kairo verkünden, sich zu einer weiteren Sitzung in Bahrain zu treffen, um über weitere Maßnahmen nachzudenken. So haben sie Zeit gewonnen, aber ihr Gesicht verloren.

 

 

Sven von Storch

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