Es gab viele Andeutungen. Doch nun ist es offiziell und klar: Der Jurist, Finanz-Lobbyist und Transatlantiker Friedrich Merz (62) hat seinen Hut in den Ring geworfen und erklärte am Dienstag in einer Presseerklärung, dass er sich als Kandidat zur Wahl zum CDU-Vorsitz aufstellt. Damit sind neben Kramp-Karrenabuer und Spahn nun mindestens drei Kandidaten offiziell im Rennen. Armin Laschet hält dagegen seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz noch offen.
Friedrich Merz war bereits vor seinem temporären Rückzug aus der Politik Franktionschef der CDU gewesen. Seine Auseinandersetzungen mit Angela Merkel hatten ihn damals zum Rückzug gezwungen. Insofern wäre seine Kandidatur auch eine Art Genugtuung seinerseits gegenüber Merkel. Doch ob solche innerparteilichen Auseinandersetzungen etwas Grundlegendes an der politischen Ausrichtung der CDU ändern, bleibt fraglich. Zwar ist der Politikstil nicht unwichtig, doch am Ende zählen die politischen Entscheidungen, die das Land betreffen.


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