Kanada geht mit drastischen Strafen gegen angebliche Diskriminierer von Transsexuellen vor, egal wie sehr die Vorwürfe an den Haaren herbeigezogen sind. Das ist eine Entwicklung, die sich auch bei uns abzeichnet.
Der Daily Caller berichtet, dass Google und YouTube Professor Jordan Peterson gesperrt haben und nennt auch den Grund: Er weigert sich, genderneutrale Pronomen zu verwenden: „Google And YouTube Ban Prof Who Refused To Use Gender-Neutral Pronouns“.
Das wiederum schreibt ein neues Gesetzt, genannt Bill C 16 vor, das am 18. Mai in Kraft getreten ist, über das in diesem Amateur-Video berichtet wird. Darin wird bemängelt, dass offiziell keine ausreichenden Informationen zu dem Thema zur Verfügung gestellt wurden, gleichwohl schwerwiegende Sprachvorschriften durchgesetzt und drakonische Strafen angedroht werden.
Demnach haben Personen, die sich nicht eindeutig einem der beiden Geschlechter zuordnen können, das Recht von anderen zu verlangen, dass sie ihnen gegenüber die bisher gebräuchlichen Pronomen „sie“ und „er“ meiden und ersatzweise Pronomen ihrer Wahl, über die sie sich vorher informieren müssen, verwenden. Ein Verstoß dagegen wird als „hate-speech“ – also als Hassrede – gewertet, wird neuerdings als Menschenrechtsverletzung angesehen und entsprechend hart bestraft.
Jordan Peterson hatte schon Ende letzten Jahres angekündigt, dass er sich dieser Regelung nicht beugen würde. Er sieht darin die Anmaßung eines totalitären Regimes, das sich auf Sprachmanipulationen stützt. Zudem ist er Psychologe und kennt viele solcher Fälle aus der Praxis und weiß, dass die Betroffenen so eine Regelung selber gar nicht wünschen.
Jordan Peterson ist Professor an der Universität in Toronto, er gilt als Star der Konservativen. Er wird als „die neue Vaterfigur im Netz“ gesehen und als „neuer Sokrates“ bezeichnet. Von Jordan Peterson finden sich hunderte von Videos auf YouTube, die bisher von schätzungsweise zehn Millionen Nutzern gesehen wurden. Zuletzt ist er durch Diskussionen über den Atheismus bekannt geworden und durch seine Bibelinterpretationen aus psychologischer Sicht. Siehe auch den Blog Beitrag auf freiewelt.net: „Eine Art Liebeserklärung“.
Die neuen Regelungen werden unerbittlich durchgesetzt. Der Druck kommt von oben und von unten. In einem Video, das die Journalistin Tamara Wernli ins Netz gestellt hat, sieht man, wie Studenten Jordan Peterson als „transphobic peace of shit“ niederbrüllen.
In Kanada zeigt sich, was uns ebenfalls droht. Die Sternchen, die man in Formulierungen wie „Student*innen“ findet und die auch die rot/rot/grüne Regierung in Berlin verwendet, um zum Ausdruck zu bringen, dass sie gegen Transphobie kämpfen und gleichzeitig jeden, der ihnen nicht folgt, als „rechts“ abstempeln, sind Vorboten einer solchen Entwicklung.
[ Aktualisierter Nachtrag: Inzwischen sind Petersons Internetpräsenzen wieder online. Es war wohl ein temporärer Warnschuss. ]


Add new comment