Weil er gegen Trump war:

John McCain_ Mainstream-Medien feiern Washingtoner Kriegstreiber und Falken

Als er gegen Obama antrat, machten sich die Medien über ihn lustig. Seitdem er scharf gegen Trump und Russland schießt, wird er als Vorkämpfer gefeiert. Jetzt tun die Mainstream-Medien so, als sei einer der größten Politiker von uns gegangen. Ein Kommentar.

Was für eine Heuchelei: Weil er in den letzten Jahren massiv gegen Donald Trump war und stets scharfe Worte gegen Russland und Wladimir Putin fand, tun viele deutsche und amerikanische Mainstream-Medien nun so, als sei mit John McCain einer der großartigsten Politiker von uns gegangen.

Die Zeiten waren mal anders. Als John McCain 2008 als Kandidat der Republikaner zusammen mit Sarah Palin gegen Barack Obama und Joe Biden ins Feld zog, standen die US-Mainstream-Medien fast geschlossen hinter Obama. Lediglich Medien wie FOX News und konservative Radiosender kämpften für McCain. Am Ende hatte McCain gegen Obama keine Chance.

In all den Jahren als Kongressabgeordneter und Senator hatte sich John McCain immer wieder als Falke hervorgetan. Wann immer die Außenpolitik ins Spiel kam, ob gegen Nordkorea, Iran, Irak, Libyen oder vor allem gegen Russland: McCain war stets an vorderster Stelle, wenn es darum ging, möglichst harte Schritte gegen andere Länder einzuleiten. Vermutlich hängen diese Tendenzen mit seinen Erfahrungen als Vietnam-Veteran zusammen.

In letzter Zeit war er vor allen wegen seiner scharfen Töne gegen Donald Trump und wegen der angeblichen Einmischung aus Russland aufgefallen. Die Presse liebte es, McCains scharfe Töne gegen Russland und Wladimir Putin zu zitieren. Dies trug dazu bei, dass das Verhältnis beider Länder zueinander deutlich abzukühlte.

Sven von Storch

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