Ist der Coburger Mohr rassistisch?

Jetzt wird sogar gefordert, den Heiligen Mauritius zu entfernen

Das Wappen von Coburg ziert die Darstellung eines christlichen Heiligen nordafrikanischer Herkunft. Jetzt soll er dem kulturmarxistischen Bildersturm zum Opfer fallen, weil seine Darstellung rassistisch sei.

Die Stadt Coburg hat im Stadtwappen ein afrikanisches Porträt. Es soll den Heiligen Mauritius zeigen, im Volksmund auch Moritz genannt und als »Mohr« dargestellt. Er gilt seit langer Zeit als Schutzpatron der Stadt. Sein Motiv taucht fast überall in der Stadt auf, etwa in Wappen, an Häusern oder auf Kanaldeckeln.

Der Heilige Mauritius (Moritz) lebte im dritten Jahrhundert im südlichen Ägypten, das damals christlich war. Als im Herbst des Jahres 285 in Südgallien ein großer Aufstand unterdrückt werden musste, rief der römische Kaiser Maximian ein starkes Heer zusammen, um den Aufstand niederzuschlagen. Zu diesem Herr gehörte auch die kampferprobte Thebaische (d.h. oberägyptische) Legion, deren Kommandant eben jener Mauritius war. Bei einem großen Feldgottesdienst sollten heidnische Staatsgötter verehrt werden. Da meuterte die christliche Legion von Mauritius und weigerte sich, heidnische Götzen anzubeten. Die Römer sahen dies als Hochverrat. Der Heilige Mauritius wurde als Anführer des Aufstandes gefangen genommen und enthauptet. So wurde er zum christlichen Märtyrer.

Jetzt soll er dem kulturmarxistischen Bildersturm zum Opfer fallen, weil seine Darstellung rassistisch sei. Das fordert eine Petition [siehe auch Bericht »Bayrischer Rundfunk«]. Dies hat eine heftige Diskussion hervorgebracht [siehe Bericht »Rhein-Neckar-Zeitung«]. Prompt haben aufrechte Bürger eine Gegenpetition gestartet, um ihre Stadtwappen mit dem Heiligen Moritz zu retten.

Sven von Storch

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