Chinesen setzen neben E-Autos auch auf modernste Verbrenner und Hybride

Jetzt hängen die Chinesen die europäische Konkurrenz in der Verbrenner-Technologie ab

Der Aufwand für die Entwicklung neuer Verbrenner-Motoren wurde in Deutschland gedrosselt, weil die EU mit Verweis auf China auf die E-Mobilität setzt. Doch die Chinesen sind schlauer als die Bürokraten in Brüssel: Sie haben jetzt den nächsten Sprung in der Verbrenner-Technolgie gemacht. Und Europa schaut in die Röhre.

Geely Motor


Während Europa den Verbrennungsmotor per EU-Verbot 2035 weitgehend abschreibt, setzen chinesische Hersteller weiter auf hochmoderne Hybridantriebe. Geely präsentiert jetzt den effizientesten Serienverbrenner der Welt mit einem thermischen Wirkungsgrad von 48,4 Prozent [siehe Bericht "Focus"]. 

Weltrekord durch KI-Steuerung

Das neue i-HEV-System des Konzerns erreicht einen thermischen Wirkungsgrad von 48,4 Prozent. Dieser Wert wurde unabhängig vom Guinness-Buch der Rekorde bestätigt und liegt damit deutlich über den bisherigen Bestmarken japanischer Hybridpioniere wie Toyota oder Nissan, die bei rund 42 Prozent liegen. Das System kombiniert einen Verbrennungsmotor mit 1,5 oder 2,0 Litern Hubraum und nutzt eine KI-basierte Regelung, um den Energiefluss hochpräzise zu steuern. Energie, die bei herkömmlichen Motoren ungenutzt verloren geht, wird gespeichert und in kritischen Phasen wie Anfahren oder Stop-and-go-Verkehr wieder eingesetzt. 

Nur 2,22 Liter auf 100 Kilometer

Im Praxistest auf der Autobahn in Hainan verbrauchte die Familienlimousine Emgrand i-HEV gerade einmal 2,22 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer. Geely betont, dass dieser Wert in allen Modellen mit dem i-HEV-System reproduzierbar sei. Damit unterbietet der chinesische Hybrid selbst optimierte europäische Verbrenner um Längen. Klassische Ottomotoren erreichen in der Regel nur 25 bis 35 Prozent Wirkungsgrad. 

Strategie neben der E-Mobilität

China dominiert nicht nur den Markt für reine Elektroautos, sondern investiert parallel massiv in effiziente Verbrenner und Hybride. Während deutsche Hersteller wie Volkswagen oder Mercedes die Motorenentwicklung zugunsten von E-Antrieben zurückfahren oder ins Ausland verlagern, treibt Geely die Technik voran. Der Motorenexperte Professor Thomas Koch kommentiert die Entwicklung mit den Worten: China hat uns beim Verbrenner abgehängt. Die chinesische Industrie nutzt die Freiheit, die in Europa durch strikte Klimavorgaben fehlt. Der Emgrand i-HEV positioniert sich preislich und größenmäßig in der Mittelklasse und konkurriert direkt mit Modellen wie dem VW Passat. 

Experten sehen darin ein Signal: Chinesische Autohersteller wollen nicht nur bei Batteriefahrzeugen, sondern auch bei sparsamen Verbrennern die Weltspitze erobern.

Sven von Storch

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Comments

Ekkehardt Fritz Beyer

28.04.2026 | 09:25

Ja mei: „China hat im Rahmen von hochrangigen Treffen Anfang 2026 der deutschen Politik und Wirtschaft eine intensivere Zusammenarbeit und Unterstützung angeboten“!!!

Was dieses https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich in seiner auch von mir empfunden angeborenen Arroganz scheinbar kategorisch ablehnte, da er mit Entwicklungsländern https://www.welt.de/politik/deutschland/plus195082315/Entwicklungshilfe-fuer-China-Warum-Deutschland-immer-noch-zahlt.html auf ganz anderer Ebene kommuniziert??? 

 

Hans-Peter Klein

28.04.2026 | 10:19

Es wird immer einen Nischenmarkt für fossile Verbrenner geben.

Die Verbrennetechnologie selbst wird alleine deswegen noch lange nicht aussterben, weil im Zuge der Energiewende auch synthetische Krafstoffe auf Basis Erneuerbarer Energien (Methanol, Ethanol, Wasserstoff, Ammoniak, etc.)  kommen werden.

Das ganze Gerede wegen Verbrennerverbot geht völlig an der Realität vorbei, es hat es nie gegeben, gibt es nicht und wird es nicht geben.

Was sich am Markt als massentauglich durchsetzen wird inkl. der reinen E-Mobilität, das wird der Markt selbst entscheiden.
Im Moment liegt die reine E-Mobiliät bei den Neuzlassungen vorne.
MfG, HPK

Bei dem "Praxistest auf der Autobahn in Hainan" sollte man allerdings beachten, daß das Tempolimit auf Autobahnen in China bei gerade mal 120 km/h liegt. Da ist mancher S-Bahnzug in Deutschland schneller unterwegs!

Daß bei einer derart niedrigen Geschwindigkeit auch der Kraftstoffverbrauch entsprechend gering ist, versteht sich von selbst. Bei aller Bewunderung für die chinesische Aufholjagd - zaubern können auch die Chinesen nicht.

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