Wann kommt es vor, dass ein Innenminister mehr Popularität hat als sein Ministerpräsident oder Präsident? Weltweit wird die Politik Italiens mit dem Namen des Innenministers Matteo Salvini von der Lega verknüpft. Der Ministerpräsident Guiseppe Conte und der Präsident Sergio Mattarelle stehen in seinem Schatten.
Die ungeheure Popularität Salvinis führt zu einem Siegeszug der Lega in den Umfragen, die auf die 40 Prozent zusteuert [siehe Bericht »Bloomberg«]. Die strenge Einwanderungspolitik haben seiner Popularität nicht geschadet, sondern im Gegenteil sein Ansehen in der italienischen Bevölkerung steigen lassen [siehe Berichte »FAZ«, »Welt«]. Die letzten EU-Wahlen haben diesen Trend bestätigt. Die meisten Italiener sind der Ansicht, dass ihr Innenminister mit seinem strikten Migrationskurs alles richtig macht [siehe Bericht »FAZ«].
Wenn diese Trends anhalten kann es sein, dass Salvini nicht nur weiterhin eine wichtige Rolle in der italienischen Politik eine wichtige Rolle spielen wird, sondern vielleicht auch eines Tages den Ministerpräsidenten stellen könnte. Denn schon jetzt ist die Lega stärke als Fünf-Stern-Bewegung, nicht gerade zur Freude des amtierenden Wirtschafts- und Sozialministers Luigi di Maio, der Chef der Partei ist.
Doch daran, dass die Italiener gerade die Politik des Innenministers deutlich verfolgen, lässt sich erkennen, welchen Stellenwert dort die Migrations- und Sicherheitsfrage hat.


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