In Israel nimmt man sehr genau wahr, wie die Menschen in Europa zu Israel und zum Judentum stehen. Doch es sind weniger die antisemitischen Äußerungen rassistischer Rechtsradikaler, die Anlass zur Sorge geben. Denn die sind eine äußerst kleine Minderheit.
Vielmehr ist man wegen des wachsenden Antisemitismus unter muslimischen Migranten besorgt. Dieser geht oft weit über die Kritik an Israels Palästina-Politik hinaus. In der Jerusalem Post wurde eine Umfrage des österreichischen Standard diskutiert. Nach dieser Umfrage vertreten fast 50 Prozent aller muslimischen Jugendlichen in Österreich offen und deutlich antisemitische Ansichten. Bei den Muslimen insgesamt in Österreich seien es rund 47 Prozent. Viele Muslime würden Israel offen als Feind bezeichnen, heißt es.
Mit Genugtuung nahm die Jerusalem Post zur Kenntnis, dass der österreichische Chef der FPÖ, Heinz-Christian Strache, der sich kürzlich mit dem Knesset-Abgeordneten Yehuda Glick in Wien getroffen hatte, sich vom Antisemitismus distanzierte und für die Anerkennung Jerusalems als Haupstadt Israels aussprach. Strache stellte klar, wie es ein Unding sei, dass man dieses Thema nach 30 Jahren Wiedervereinigung Jerusalems überhaupt noch diskutieren müsse.
Auch die USA unter Donald Trump hatten angekündigt, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.


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